03/10/09

Ein sprechender Kühlschrank?

Liebe Freundinnen und Freunde

Diese Woche werden EU-Regulierungsbehörden neue Energieeffizienz-Normen für Kühlschränke, Fernseher und andere Geräte festlegen. Strenge Vorschriften könnten Europas Umweltbelastung wesentlich reduzieren, doch die Industrie-Lobby versucht genau dies zu verhindern.

Wir erhielten soeben eine überraschende Nachricht: Eine Video-Botschaft aus der Zukunft... von einem sprechenden Kühlschrank namens "Coldy". Klicken Sie folgendes Bild, um das Video anzusehen und mitzumachen:

Hier klicken, um sich die Video-Botschaft anzusehen!


Es existieren bereits viele "grüne" Technologien, die unsere Kühlschränke, Fernseher, Waschmaschinen und andere Produkte energietechnisch verbessern würden. Strenge Vorschriften könnten, gemäß Expertenstudien, enorme Auswirkungen haben: Die Einsparungen entsprächen in etwa einer Reduzierung des Verkehrs um zwei Drittel. Diese Normen würden die Rechnungen der Bürger um Milliarden Euro reduzieren.

Doch umweltschädliche Industrien wollen weiterhin dreckige Produkte verkaufen, und somit "grüne" Investitionen verhindern. Wir müssen jetzt handeln, damit die EU-Behörde neben den Stimmen der Industrie-Lobby auch den Willen ihrer Bürger berücksichtigt. Klicken Sie auf den Link, schauen Sie die Video-Botschaft und unterzeichnen Sie die Petition, welche am Donnerstag bei einer publikumswirksamen Aktion in Brüssel an die Unterhändler übergeben wird.

http://www.avaaz.org/de/refrigerator_revolution_video

Hoffnungsvoll

Ben, Luis, Iain, Graziela, Paula, Alice, Milena, Ricken, Brett, Pascal, Paul, Veronique und das ganze Avaaz-Team

1. Für mehr Informationen, Updates und politische Strategien zur ökologischen Zukunftsgestaltung der heutigen Industriegesellschaft, klicken Sie folgende Links. Sie finden hier ebenfalls die zur Diskussion stehenden Gesetzesentwürfe für Kühlschränke, Fernseher und Glühbirnen. Sie finden alles auf der Webseite der NGO-Koalition ECOS, Greenpeace Europe und anderen führenden Umweltorganisationen:

http://www.env-ngo.eup-network.de

2. Letzte Woche haben sich über 100'000 Mitglieder des Avaaz-Netzwerks unserem Aufruf angeschlossen und die USA aufgefordert eine Untersuchungskommission bezüglich den Menschenrechtsverletzungen während Bush's "Krieg gegen den Terror" einzusetzen. Avaaz übergab die Petition an den verantwortlichen Auschuß im Senat und sprach mit führenden Senatsmitgliedern. Klicken Sie auf den Link, um sich die Photos anzusehen: http://www.avaaz.org/blog/de/

3. Am nächsten Donnerstag werden Avaaz-Mitglieder die Petition zusammen mit "Friends of the Earth Europe" und "Natuur en Milieu" bei einem publikumswirksamen Aktion in Brüssel übergeben. Mehr Informationen werden auf unserem Blog erscheinen: http://www.avaaz.org/blog/de/

08/ 9/07

Bushs katastrophaler Klimaplan

Wir erhielten zahlreiche Anfragen für genauere Informationen über Bushs neuen Klimaplan für den er weltweit nach Verbündeten Verschmutzerstaaten Ausschau hält. Das Hauptproblem dieser Klimakonferenz liegt bei der Agenda, die einzig von Bush alleine bestimmt wird und sich auf freiwillige Zusagen konzentrieren wird. Dies ist der wahre Grund wieso er einen Prozess außerhalb der UNO vorantreiben will. Er hat die richtigen eingeladen: ein Dutzend wichtiger Industrie- und Schwellenländer, jene also, die ihren CO2-Ausstoss am ehesten senken müssen.

Nachdem die US-Regierung schon bevor dem G8 Gipfel anfangs Juni sich erstmals überhaupt zu Klimazielen bekannte, wurde sie für ihre unverbindlichen Absichten schon damals von Bundesumweltminister Gabriel kritisiert (Die Zeit).
Die Administration Bush hat nun letzten Freitag ihren Plan für konkrete Klimagespräche Ende September vorgestellt. Diese Gespräche finden unmittelbar im Anschluss an den New Yorker UN Gipfel, and dem verbindliche Emissionsziele verhandelt werden sollten, statt.
Die US-Regierung weigert sich jedoch noch immer sich verbindlichen Zielen für die Reduzierung des Schadstoffausstoßes wie im Kyoto-Protokoll zu unterwerfen und verweist auf Belastungen für die US-Wirtschaft. Experten bezweifeln jedoch die Effizienz eines Abkommens ohne bindende Emissionsziele.

Zu Bushs konkreten Zielvorstellungen beim Abbau der Schadstoffe gab das Weiße Haus keine Auskunft. Jedes Teilnehmerland solle „je nach den Umständen seine eigenen ehrgeizigen nationalen Ziele auf mittlere Frist festlegen", hieß es. In einem "Überprüfungsprozess" solle die Umsetzung kontrolliert werden. Dem Problem des Klimawandels müsse in einer Weise begegnet werden, "die Energiesicherheit gewährleistet und wirtschaftliches Wachstum fördert". (Der Tagesspiegel)

Bushs Vorstoss lässt sich ohne weiteres als Affront gegen die Vereinten Nationen deuten. Es gibt nur ein effizientes Mittel gegen die Erderwärmung, nämlich zwingende, auch schmerzliche Obergrenzen für Treibhausgase festzulegen. Für eine globale Herausforderung gibt es überdies kein legitimeres Forum als die UN. (jetzt/Süddeutsche Zeitung)

Auch Australien will mit den Pazifikanrainerstaaten (APEC) eine eigene Klimaschutzinitiative starten. «Das Kyoto-Modell mit seinen von oben diktierten Vorschriften ist legalistisch und eurozentrisch - das funktioniert einfach nicht im asiatisch-pazifischen Raum», sagte Howard vor Parteianhängern (KlimaAktiv.com).

Avaaz entschloss sich nach Erhalt von Informationen von hochrangigen Regierungsmitarbeitern außerhalb der USA diese Sache genauer unter die Lupe zu nachdem sie uns mitteilten, dass ihre Regierungen von der Bush Administration gezielt ausgewählt wurden, um ein bindendes Klimaabkommen zu verhindern. Verständlicherweise können wir unsere Informanten nicht öffentlich bekannt geben, da sie an brisanten Verhandlungen teilnehmen.
Wir versuchen die ganze Sache mit Hilfe der Medien an die Öffentlichkeit zu bringen. Wir werden die Mitglieder von Avaaz sobald als möglich mit neuen Informationen auf dem Laufenden halten.

06/11/07

Video: Marsch in Rostock

06/ 6/07

Klima: Es geht ums Ganze

Jetzt geht es ums Ganze. Diese Woche findet der G8+5-Gipfel in Heiligendamm statt. In Deutschland knistert es vor Energie. Alle paar Stunden erreichen uns Nachrichten über neue Regierungsmanöver.

Was gibt es gutes zu Bushs Vorschlägen zu sagen? Ein neues Abkommen und ein globales Ziel passen ihm ins Konzept. Doch alle seine Details sind ein Schritt in die falsche Richtung. Ist es eine Störtaktik? Zuerst herrschte Verwirrung. Doch als wir letzte Woche den obersten G8-Verhandlungsführer Bernd Pfaffenbach trafen, passten die von ihm definierten deutschen Verhandlungsgrenzen genau zu unseren Kampagnenforderungen, und er versprach, unsere Petition zum Gipfel mitzunehmen.

Am Wochenende hat Angela Merkel dieses Versprechen gehalten, gefolgt von den Briten. Jetzt stehen wir mit den obersten Funktionären aus mehreren G8+5-Ländern in Kontakt. Sie verfolgen aufmerksam unsere Kampagne, während sie sich zu einer starken Position entschließen. Unser Ziel ist eine Drittel Million Unterschriften, damit die Gipfel-Politiker sich gründlich überlegen, was sie am Freitag entscheiden.

Nicht nur die Europäer werden aktiv. Brasiliens Präsident Lula lehnte soeben jeglichen Prozess außerhalb der UNO ab und sagte: „Wir können nicht zulassen, dass der Voluntarismus den Multilateralismus überfährt. In Gottes Namen, lasst uns uns um den Planeten Erde kümmern." Bravo Lula!

Auch China unterstützte die UNO und begann, sich in die richtige Richtung zu bewegen. Obwohl China fordert, die schon industrialisierten Länder mögen die Verantwortung für ihre bisherigen Emissionen übernehmen (und dem stimmen viele zu), gibt es Anzeichen dafür, dass es seinen Teil tun wird.

Es sieht danach aus, dass auch die USA im Jahr 2009 - dann läuft die Frist für ein neues Abkommen aus den erneuten Klimaverhandlungen ab - hinzustoßen werden. Es gibt Veränderungen, und der Kongress und die amerikanische Bevölkerung sind Bush schon weit voraus. Auch wenn er unkooperativ bleibt, wird es nicht das Ende bedeuten.

Doch die anderen Führer müssen ihren Mut zusammennehmen. Und sie müssen unsere Stimmen in ihren Ohren klingen hören. Unterschreiben Sie deswegen unsere Petition und klicken Sie hier, um all Ihren Freunden bescheid zu sagen.

Um mehr zu erfahren, besuchen Sie die website der Financial Times (Englisch).

03/19/07

MENSCHEN AUS 170 LÄNDERN FORDERN VON DER G8 ECHTE AKTIONEN ZUM KLIMAWANDEL

Globale Online-Organisation überreicht
Petition mit 105.829 Unterschriften an Umweltminister der G8-Staaten

Eine Petition mit 105.829 Unterschriften aus 170 Ländern fordert von den Umweltministern der wichtigsten Industriestaaten (G8) eine verbindliche Erklärung zur Verminderung von Emissionen. Anlässlich eines Treffens in Potsdam diese Woche wird diese Petition Vertretern der dreizehn Staaten übergeben, die zu den größten Verursachern der globalen Treibhausemissionen gehören. Avaaz.org, eine neue globale Online-Organisation, wird ihren Antrag zum Klimaschutz dem deutschen Umweltminister Sigmar Gabriel und seinen Kollegen aus den G8-Staaten und großen Schwellenländern mit einer hohen Umweltbelastung überreichen.

Von den 105.829 Unterschriften stammen 70 % aus den G8-Staaten und den 5 Schwellenländern (China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika). Der Klimafeldzug von Avaaz.org umfasst auch eine Fernsehwerbekampagne auf drei Kontinenten, bei der in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien und den USA ein „Weckruf"-Fernsehspot von 30 Sekunden Länge gezeigt wird (online zu sehen unter www.avaaz.org).

„Bezüglich des Klimas ist sich die Wissenschaft darüber einig, dass Lösungen existieren, und überall auf der Welt wird die Forderung nach Aktionen laut," so Ricken Patel, der kanadisch-britische Vorsitzende von Avaaz.org. „Die 13 Umweltminister, die sich in Deutschland treffen, können einen großen Schritt vorwärts machen, und wir machen sie darauf aufmerksam, dass Hunderttausende ihrer Wähler sie dabei beobachten. Die Bedrohung für unser Klima macht nicht an den Grenzen halt, und die Lösungen dürfen es daher auch nicht. Die Menschen auf der ganzen Welt glauben, dass diejenigen, die uns in die Krise geführt haben, auch diejenigen sein müssen, die eine Lösung finden müssen," sagte Ricken Patel.

Die Kampagne wird von Avaaz.org getragen, einem Online-Netzwerk, das Menschen in allen Ländern der Welt die Möglichkeit zur Teilnahme an konzertierten Aktionen gibt, um globale Probleme anzugehen, wie z.B. die Klimaänderung, Armut und die Krise im Nahen Osten. Avaaz.org hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf globale Entscheidungen sicherzustellen. Avaaz.org gehören 880.000 Mitglieder in 198 Ländern an, und ist bereits in 12 Sprachen aktiv. Avaaz.org wird durch ein virtuelles Team auf fünf Kontinenten organisiert. „Avaaz" bedeutet „Stimme" in verschiedenen asiatischen und europäischen Sprachen.

02/ 6/07

Dringend: Weckruf für Klimawechsel