Bürgerengagement ist auf dem Vormarsch!

Freunden wir uns an!

#9 Saubermachen in der brasilianischen Politik

Ab 2010

Angesichts der ausufernden Korruption sagen die Brasilianer „genug ist genug”. Die Avaaz-Bewegung hat ausschlaggebend dazu beigetragen, dass in Brasilien mehr saubere Politik gemacht wird.

Es begann 2010 mit der erfolgreichen “Ficha Limpa”-Kampagne, die verhindern sollte, dass Politiker, die wegen Verbrechen verurteilt wurden, für ein Amt kandidieren dürfen. Viele dachten, das Gesetz würde niemals verabschiedet werden. Doch wir haben alles daran gesetzt: eine Petition mit 2 Millionen Unterschriften, Tausende von Telefonanrufen und Lobbyarbeit direkt vor Ort. Die Politiker versuchten den Gesetzesentwurf mit allen Mitteln zu stoppen, kamen jedoch nicht gegen den Einsatz der Bürger an: Über 330 Kandidaten wurden aufgrund ihres unmoralischen Verhaltens disqualifiziert!

Nach 18 Monaten intensiver Kampagnenarbeit hatten wir 2015 einen großen Durchbruch: Wahlkampfspenden von Konzernen wurden für verfassungswidrig erklärt! Wir haben dann unsere Mitglieder zusammengetrommelt, um die Kampagne in sozialen Netzwerken und auf den Straßen am Leben zu halten — unter anderem haben wir dem Richter des Obersten Gerichtshofs mit einem Verfahren gedroht und Justizministerien dazu aufgefordert, den “Kauf” von Wahlen zu verhindern. Und wir haben gewonnen!

„Avaaz bietet Bürgern eine großartige Meinungs-Plattform. Avaaz hat dazu beigetragen, die Abgeordneten zu einer anhaltenden Diskussion über dieses Projekt zu drängen und sicherzustellen, dass der Entwurf in den Ausschüssen bewilligt wurde und nun im Plenum zur Abstimmung gestellt wird."

Senator Sergio Souza

#1 Die Herzen für Flüchtlinge öffnen

November 2015

Als Flüchtlinge in ihrer Verzweiflung anfingen, ihr Leben zu riskieren, um über den Seeweg nach Europa zu gelangen, ist unsere Gemeinschaft in Aktion getreten. Zunächst haben wir Spenden gesammelt, um den effektivsten privaten Rettungsdienst im Mittelmeer, die Migrant Offshore Aid Station (MOAS) mit 500.000 Dollar zu unterstützen. MOAS hat dieses Jahr über 7.000 Menschenleben gerettet. Dann haben wir eine Avaaz-Hilfsaktion gestartet, um dringend benötigte Hilfslieferungen auf die griechischen Inseln zu bringen, wo Flüchtlinge völlig mittellos ankommen.

Während Politiker behaupteten, dass „nichts getan werden könne”, zeigten über 6.000 Avaazer Mitgefühl und offene Arme, indem sie Wohnräume bereitstellten und freiwillig bei Integrationsprogrammen in ganz Europa mithalfen. Zu guter Letzt hat sich unsere Gemeinschaft mit hartnäckiger Lobbyarbeit für weltweite Veränderungen in der Migrationspolitik eingesetzt. Als Alan Kurdi tragisch im Meer ertrank, haben wir seine Tante nach Brüssel gebracht, um dort ihre Botschaft und unsere Petition mit 1.200.000 Unterschriften direkt an Europas Politiker heranzutragen.

Unsere Stimmen wurden gehört und von der EU über Australien bis in die USA erhöhten sich die Neuansiedlungszahlen. Europa beschloss zum ersten Mal eine integrierte Migrationspolitik. Doch die Krise ist noch nicht vorbei und es muss noch mehr getan werden, um für sichere und legale Migrationsrouten sowie für Zufluchtsorte für die verzweifelten Familien zu sorgen.

„Danke für Ihre wunderbare Initiative.”

Hoher Berater des europäischen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker

2015

42

Millionen

Mitglieder

#1 Die Sierra del Divisor beschützen

November 2015

20 Jahre lang hatten sich lokale Gruppen und indigene Gemeinschaften mit Kampagnen für den Schutz dieses einzigartigen Regenwalds starkgemacht. Im entscheidenden Moment wurde unsere Gemeinschaft dann dazu gerufen, um das Thema ins Licht der weltweiten Öffentlichkeit zu rücken.

Mit einer riesigen Petition haben wir den peruanischen Premierminister dazu aufgefordert, einen Gesetzesentwurf zum Schutz des Gebiets zu unterzeichnen. Gleichzeitig haben Tausende von uns Tweets und Facebook-Nachrichten gesendet. Nur wenige Tage später ernannte er die #SierraDelDivisor zum Nationalpark!

Perus Umweltminister Manuel Pulgar Vidal betonte außerdem die wichtige „Stimme von über einer Million Bürger aus Peru und dem Rest der Welt, die die Regierung unterstützt haben”. Dieser Regenwald und die besonderen, gefährdeten Arten, die dort Zuhause sind, werden nun geschützt.

„Die Beteiligung der Zivilgesellschaft in Peru und dem Rest der Welt hat endlich Ergebnisse geliefert. Insbesondere möchte ich mich bei Avaaz bedanken. Die Zivilgesellschaft, die Regierung, Unternehmen und Gemeinschaften werden heute zusammen den Masterplan für die Sierra del Divisor ausarbeiten.”

Mariano Guillermo Castro Sánchez-Moreno - Stellvertretender Umweltminister Perus

#1 Zum ersten Mal: Ein Bürgerentscheid über eine Ölplattform

September 2015

Sie hielten es für unmöglich: Italiens Regionalpolitiker dazu zu bewegen, Präsident Renzis Ölbohrpläne an der Küste anzufechten. Doch in Zusammenarbeit mit der großartigen ‘No Triv’-Bewegung hat unsere Gemeinschaft sechs Regionalpräsidenten dazu gezwungen, eine Entscheidung zu blockieren, die Offshorebohrungen entlang der prachtvollen Küste Italiens erlaubt hätte. Mit Tausenden von Unterschriften konnten wir zehn Regionalräte davon überzeugen, Einsatz zu zeigen und dafür zu sorgen, dass die Bürger ein Mitspracherecht über die Ölbohrungen erhalten ― in Form eines nationalen Bürgerentscheids. Das hatte es in dieser Form in Italien noch nie gegeben!

„Dank all der internationalen Organisationen, die heute hier sind, wissen wir, dass es sich beim Kampf gegen Offshorebohrungen nicht um ein vereinzeltes, örtliches Anliegen handelt, sondern um einen wesentlichen größeren Einsatz, der in all unseren Meeren und Küsten weitergehen wird.”

Michele Emiliano, Regionalpräsident von Apulien

#1 Schutz des Amazonas: Einsatz indigener Völker

September 2015

Fast eine Million Avaazer haben sich dem Aufruf angeschlossen, den weltgrößten Umweltkorridor zu schaffen. Dieser sollte 135 Millionen Hektar Regenwald am Amazonas schützen ― eine Fläche, die doppelt so groß ist wie Frankreich! Dann haben 78.000 von uns für eine riesige Kampagne gespendet, um die Regierungen Brasiliens, Venezuelas und Kolumbiens ins Boot zu holen. Zunächst finanzierten wie ein Treffen von 25 indigenen Führungspersonen aus allen drei Ländern. Zum ersten Mal kamen diese zusammen, um eine regionale und internationale Strategie zur Förderung des Amazonas-Korridors zu vereinbaren. Nun werden wir Hand in Hand mit ihnen darauf hinarbeiten, dieses trinationale Reservat voranzutreiben. Experten sagen uns nämlich, dass dies im Einsatz gegen die zügellose Abholzung das Blatt wenden würde.

#1 Mehr Sicherheit an Südafrikas Schulen

September 2015

Für zu viele Kinder in Südafrika ist das Klassenzimmer ein Raum, in dem schreckliche Dinge passieren können. Als an einer Schule eine fürchterliche Gruppenvergewaltigung begangen wurde, ist unsere Gemeinschaft in Aktion getreten, um gegen diesen Skandal vorzugehen.

Wir forderten breit angelegte Schulreformen und leiteten gemeinsam mit anderen Gruppen Gespräche mit Südafrikas Bildungsministerium in die Wege, um Veränderungen zu bewirken.

Ob dies erfolgreich ist, wird sich daran zeigen, dass Kinder mehr Sicherheit haben. Die Ministerin hat sich jedoch bereiterklärt, all unsere Forderungen umzusetzen und die Lehrkräfte beispielsweise zum Thema Werte, Bürgersein und Menschenrechte zu schulen!

„Es hat breiten Handlungsdruck aus der Öffentlichkeit gegeben, wie an der Online-Kampagne mit über 25.000 Unterschriften zu erkennen ist. Für das Ministerium ist es eine hohe Priorität, ein schulisches Umfeld zu schaffen, in dem alle Lernenden jederzeit geschützt sind. Diese neuen Vorhaben bauen auf die Arbeit auf, die bereits auf diesem Gebiet erfolgt.”

Stellungnahme der Ministerin für Grundbildung, Angie Motshekga

#1 Ein australischer Willkommensgruß an Flüchtlinge

September 2015

Dass sich der ehemalige australische Premierminister Tony Abbott kategorisch weigerte, syrischen Flüchtlingen zu helfen, war zutiefst verstörend (um es milde auszudrücken). Doch unsere Gemeinschaft in Australien hat die Hoffnung nicht aufgegeben und innerhalb weniger Tage konnten wir zu einem Positionswechsel der Regierung beitragen.

Es rollte eine riesige Welle der Unterstützung an: Mit einer massiven Petition für 20.000 neue Flüchtlinge sollten Maßstäbe gesetzt werden. Die Gemeinschaft zeigte beherzten Einsatz, ein Aufschrei ging durch die Medien und Tausende unserer Mitglieder riefen in der kritischen Entscheidungsphase persönlich in den Büros ihrer Politiker an.

Das Ergebnis? Australien nahm zusätzliche 12.000 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak auf und steuerte 44 Millionen Dollar zum Flüchtlingskommissariat der UNO bei. Die erste syrische Familie ist bereits angekommen und hat ein neues Leben begonnen.

#1 #NoNosCallarán

August 2015

In Mexiko ist die freie Presse unter Beschuss. Doch unsere Gemeinschaft hat Mut gefasst, Alarm geschlagen und die Behörden dazu gedrängt, endlich einzuschreiten.

Einen Monat nach dem Mord an zwei bekannten Journalisten wurde Präsident Peña Nieto auf der Titelseite der führenden mexikanischen Tageszeitung mit einer klaren Botschaft konfrontiert: „Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen” - oder auch #NoNosCallarán. Darunter war ein Brief, unterzeichnet von 600 bekannten internationalen Journalisten.

Unsere Aktion löste einen wahrhaftigen Medienwirbel aus: Führende Stimmen in Mexiko und Journalisten von Al Jazeera bis ABC in Australien forderten Präsident Peña Nieto mit einem Sturm auf Twitter zum Handeln auf.

Es gibt noch viel zu tun ― in Mexiko werden jede Woche sechs Journalisten angegriffen. Doch unsere Kampagne hat bereits viel erreicht: Sowohl der Generalstaatsanwalt von Mexiko Stadt als auch der Gouverneur des Staates Veracruz mussten auf unseren Aufruf reagieren und wissen nun, dass die ganze Welt zuschaut.

„Ich trage die Namen meiner Kollegen, die nicht mehr bei uns sind, auf meinen Schultern. Ihre Stimmen leben in meiner Eigenen weiter. Ohne eine freie Presse gibt es keine Demokratie. Deshalb sagen wir #NoNosCallarán”

Mexikanische Journalistin Lydia Cacho

#1 Eine Belohnung für Indiens treue Tiere

August 2015

Die indische Armee tötete still und heimlich ihre alten und einsatzunfähigen Pferde und Hunde. Und das, obwohl diese über Jahre hinweg in gefährlichen Kampfsituationen treuen Dienst geleistet hatten. Das Animal Welfare Board in Indien nahm sich der Sache an und forderte die Bürger dazu auf, das Verteidigungsministerium zur Rehabilitierung dieser treuen Tiere zu drängen.

Tausende Avaaz-Mitglieder unterzeichneten die Petition. Entscheidend war außerdem, dass viele an das Verteidigungsministerium schrieben und sogar anboten, die alten Armee-Hunde aufzunehmen. Ein paar Wochen später bat die indische Arme das Animal Welfare Board of India darum, einen Rehabilitierungsplan auszuarbeiten. Das Verteidigungsministerium stellte finanzielle Mittel dafür bereit und und erklärte öffentlich, dass die brutale Politik der “humanen Sterbehilfe” ein Ende hat.

„Wir sind denjenigen zutiefst dankbar, die sich die Mühe gemacht haben, neben dem Unterzeichnen der Petition auch E-Mails an die Regierung zu senden. Vielen Dank.”

Dr. Chinny Krishna, Stellvertretender Vorsitzender des Animal Welfare Board of India.

#1 Die G7 verabschieden sich von fossiler Energie - für immer

Juli 2015

Die G7 - die weltgrößten Verschmutzerstaaten - haben sich zum ersten Mal das langfristige Ziel gesetzt, vollständig aus fossiler Energie auszusteigen! Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bis spät in die Nacht daran gearbeitet, zögerliche Staaten wie Kanada und Japan zu diesem Einsatz zu bewegen. In letzter Minute konnten wir Merkel Rückenwind geben: Einen Monat lang folgten wir ihr bei wichtigen Events auf Schritt und Tritt und forderten sie mit Superhelden-Aktionen dazu auf, eine Klimaheldin zu sein. Das blieb nicht unbemerkt.

Wir haben uns auf ihren persönlichen Wunsch hin mit ihrem höchsten Klimaberater getroffen und ihm unsere Petition mit 2,7 Millionen Unterschriften für 100 % saubere Energie überreicht. Dann haben wir eine große Anzeige in der Financial Times geschaltet, um Merkel dazu zu ermutigen, eine Reihe von Staaten aus der Blockade zu holen. In Kanada haben wir außerdem einen Videoclip produziert, der in 3 Tagen über 500.000 Mal angeschaut wurde! Dieser Deal war der erste Schritt vor dem entscheidenden Klimagipfel in Paris im Dezember.

#1 Ein Kleid zu tragen ist kein Verbrechen

Juni 2015

In Marokko wurden zwei Frauen angegriffen und angeklagt, weil sie Kleider trugen. Daraufhin startete ein Avaaz-Mitglied eine Petition, um das Recht der Frauen auf ihre eigenen Entscheidungen zu schützen. Wenige Wochen später hatte ihr Aufruf fast 30.000 Unterzeichner.

Unser Medien-Team sorgte für öffentliche Aufmerksamkeit und bald waren die sozialen Netzwerke mit Bildern von marokkanischen Männern überflutet, die zur Unterstützung der Kampagne Kleider trugen. Als ein lokaler Gerichtshof das Urteil fällte, wurden vor dem Gerichtssaal friedliche Demonstrationen organisiert. Am Ende wurden beide Frauen für unschuldig befunden und stattdessen landeten ihre Angreifer auf der Anklagebank!

„Sie (die Frauen, die wegen ihrer Kleider angeklagt wurden) erhielten ihre Freiheit heute nur dank der massiven öffentlichen Mobilisierung”

Reda Oulamine, Verteidigerin

#1 Hoffnung für Griechenland

Juni 2015

Als der neugewählte griechische Premierminister Tsipras die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin besuchte, forderten wir mit einer Petition, dass die Beziehungen ausgebügelt werden und Griechenland in seiner Wirtschaftskrise Unterstützung erhält. Unseren Aufruf überreichten wir mit einem Kuss.

Es war ein buchstäblicher Kuss-Marathon ― direkt vor dem Bundeskanzleramt, wo sich die beiden trafen. Enthusiastisch küssten sich deutsch-griechische Paare und 200 Menschen umarmten sich und tanzten um sie herum. Unser Event hat in den europäischen und internationale Medien die Runde gemacht und Tsipras hat sogar mit einem Tweet anerkannt, dass ihm der Protest Kraft gegeben hat.

Wir haben die Kampagne dann während des griechischen Bürgerentscheids wieder aufgegriffen und die bekannten Ökonomen Thomas Piketty, Jeffrey Sachs, Heiner Flassbeck, Dani Rodrik und Simon Wren-Lewis dazu eingeladen, in einem offenen Brief einen Schuldenschnitt für Griechenland zu fordern. Der Brief sorgte weltweit für Schlagzeilen, wurde in über 5.000 Presse-Artikeln erwähnt und brachte die Debatte in Deutschland auf eine andere Spur.

#1 FIFA: Raus mit Blatter

Mai 2015

Als mehrere FIFA-Bosse verhaftet wurden, ist Avaaz aktiv geworden: Wir haben eine weltweite Petition gestartet und am nächsten Tag ein Team nach Zürich gesendet, um vor den Augen der Presse eine riesige, symbolische Gefängniszelle für FIFA-Präsident Sepp Blatter aufzustellen und ihn zum Rücktritt aufzufordern. Unsere Bilder haben für Millionen von Menschen die Geschichte definiert ― in 41 Ländern waren sie in den TV-Nachrichten zu sehen und erschienen außerdem in Print- und Online-Artikeln. Blatter hat seinen Rücktritt mittlerweile angekündigt und in Zürich wurden Avaaz-Mitarbeiter zu einem Treffen mit den Behörden aus Katar eingeladen, um deren Einsatz von Sklavenarbeit auf WM-Baustellen zu besprechen.

#1 Venedig: Keine großen Schiffe in der Lagune

Mai 2015

In Venedig wollten Bauunternehmer und Kreuzfahrtgesellschaften eine neue, verheerende Fahrrinne bauen, damit riesige Kreuzfahrtschiffe ins Zentrum der Stadt gelangen können. Doch die Regierung hatte das letzte Wort. Als Premierminister Renzi für eine politische Kundgebung nach Venedig kommen wollte, ist das Avaaz-Team angereist und hat ihm persönlich fast 100.000 Unterschriften überreicht. Und als dann die Menschen vor Ort zu Tausenden auf die Straße gingen, wurde das Projekt für den Contorta-Kanal endlich verworfen! Ein Riesenerfolg, auch wenn gerade ein neuer, ähnlich verheerender Plan vorgeschlagen worden ist. Wir müssen also weiter dagegen ankämpfen.

#1 Hilfe der nächsten Generation: Menschen retten… im Eiltempo

Ab 2007

Seit 2007 haben Avaaz-Mitglieder unglaubliche 10 Millionen Dollar gespendet, um nach humanitären Katastrophen zur Rettung von Menschenleben beizutragen. Doch nicht nur die Summe ist beeindruckend. Wenn man alles verloren hat, kommt es auf jede Minute an. Wir haben schneller reagiert, als viele andere Organisationen, und sorgsam kompetente Partner ausgewählt, die dort für Hilfsleistungen sorgen konnten, wo die Not am größten war. Zum Beispiel:

Als Burma von Zyklon Nargis heimgesucht wurde, war fast jede NGO im Land verboten. Wir haben damals Mitarbeiter an die Grenze gesendet, damit diese mit Mönchen zusammenarbeiten und Hilfsleistungen ans Delta bringen, um Menschenleben zu retten ― und das nur 48 Stunden nach dem Desaster. Als Pakistan im Jahr 2010 überflutet wurde, konnten wir mit Hilfe ortsansässiger Gruppen in weniger als drei Tagen eine Million Dollar ins betroffene Gebiet bringen.

Nach dem fürchterlichen Erdbeben in Nepal im April 2015 hat Avaaz sich mit über einem Dutzend der besten Hilfsorganisationen vor Ort zusammengetan. Die Unterkünfte, Lebensmittel und medizinischen Hilfsgüter, die unsere Gemeinschaft finanzierte, kamen oft am schnellsten in den zerstörten Dörfern an.

„Als die Gebäude in Nepal noch unter den Nachbeben ächzten, kam Avaaz schon auf uns zu, verstand das Ausmaß des Problems und stellte die Gelder zur Verfügung – alles in weniger als 24 Stunden. Die Art und Weise, wie Avaaz Entscheidungen trifft und handelt, ist umwerfend.”

Abari.org

#1 Benetton entschädigt die Opfer von Rana Plaza

April 2015

Nachdem sich Benetton jahrelang kategorisch quer gestellt hatte, konnten wir das Unternehmen endlich dazu bringen, die Opfer des Rana-Plaza-Fabrikeinsturzes in Bangladesch zu entschädigen! Wir haben eine Petition gestartet, die über eine Million Mal unterzeichnet wurde, und diese mit einer Kampagne in sozialen Netzwerken, Plakatwänden vor Benettons Hauptquartier, einem aufrichtigen persönlichen Appell und intensiven Verhandlungen mit der Unternehmensleitung kombiniert.

Benetton reagierte darauf mit der Unterstützung des neuen Entschädigungsprogramms und bedankte sich sogar bei Avaaz für den Handlungsanstoß! Der Beitrag des Unternehmens hat für die Rechte der Arbeiter das Blatt gewendet ― denn nachdem Benetton 1,1 Millionen Dollar zugesagt hatte, wurde der Entschädigungsfonds zu 100 % von anderen Unternehmen und Einzelpersonen aufgefüllt. Für die Arbeiter und ihre Familien, die so große Verluste erlitten haben, ist dies von großer Bedeutung.

„Wir sehen ein und stimmen zu, dass dies eine gemeinsame Verantwortung für all jene ist, die dort tätig waren.”

Marco Airoldi, Geschäftsführer von Benetton

#1 Gerechtigkeit für Liz

April 2015

In Kenia meldete ein 16-jähriges Mädchen der Polizei, dass sie von sechs Männern vergewaltigt und bewusstlos in eine Toilettengrube geschmissen wurde. Daraufhin ließ die Polizei die Verbrecher den Rasen vor dem Polizeirevier mähen und setzte sie dann auf freien Fuß! Unsere Gemeinschaft hat darauf mit einer weltweiten Welle der Empörung reagiert und seitdem immer mehr Druck aufgebaut:

Wir haben unsere Petition an hochrangige Politik- und Justizbeamte übergeben und über soziale Netzwerke Druck auf die Polizei und Politiker ausgeübt.

Wir haben einen Ermittler an den Ort des Geschehens gesendet, um bei der Aufklärung des Verbrechens zu helfen. Dann haben wir uns mit großartigen Organisationen in Kenia zusammengetan, um eine riesige Demo zu veranstalten und einen Sonderstaatsanwalt miteinzubeziehen, der den Fall vor Gericht bringt. Fast zwei Jahre später sind drei der Vergewaltiger endlich zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

„Die Avaaz-Kampagne hat diesen Fall bekannt gemacht und hätte die Situation von Liz nicht diese weltweite Aufmerksamkeit erhalten, hätte der Fall mit Sicherheit nicht den heutigen Stand erreicht. Liz hat nun eine Chance auf ein besseres Leben.“

Terry Kunina, Coalition on Violence against Women, Kenya

#1 Durchbruch beim Divestment

April 2015

Nach den fürchterlichen Angriffen auf den Gazastreifen im Jahr 2014 hat Avaaz die größte globale Divestment-Kampagne aller Zeiten gestartet. Mit der Aktion werden große Unternehmen aufgefordert, alle Verbindungen zu Tätigkeiten abzubrechen, die mit der illegalen Besetzung und der Unterdrückung der Palästinenser zu tun haben. Der ehemalige Erzbischof Desmond Tutu und Russell Brand schlossen sich unserem Aufruf an und andere Gruppen forderten Barclays dazu auf, die Investitionen in das Waffenunternehmen Elbit abzuziehen.

Avaaz hat sich mit Barclays getroffen, um die Kampagne zu überreichen. Wir wurden darüber informiert, dass Barclays nun in keiner Form wirtschaftlicher Eigentümer von Aktien bei Elbit Systems ist und auch keine Aktien im Namen von Kunden hält. Barclays hat außerdem bestätigt, dass es Aktien von Elbit Systems nicht über Handelsplattformen an Kunden empfiehlt.

Dies ist ein Riesenerfolg und Avaaz drängt nun auch andere - darunter G4S und den niederländischen Rentenfonds ABP - dazu, ihre Investitionen abzuziehen und das Völkerrecht einzuhalten.

#1 Eine humanitäre Führungspersönlichkeit für die Welt

März 2015

Als in Medienberichten angedeutet wurde, dass der fragwürdige britische Kandidat Andrew Lansley zum nächsten hohen Tier für humanitäre Angelegenheiten bei der UNO werden sollte, haben wir mit einer Kampagne Transparenz und das Verdienstprinzip eingefordert.

Wir haben Anzeigen auf der Titelseite der Financial Times geschaltet, uns mit dem UN-Stabschef getroffen, eine Umfrage unter derzeitigen Angestellten der UNO durchgeführt und mit einer großangelegten Kampagne Ban Ki-moon dazu aufgefordert, Lansely nicht zu ernennen.

Der britische Premierminister David Cameron wollte seinen alten Freund Lansley in diese Rolle befördern, doch glücklicherweise konnte das verhindert werden. Nun müssen wir uns dafür einsetzen, dass künftige Ernennungen der UNO den bestmöglichen Kandidaten gelten und nicht der Vetternwirtschaft zum Opfer fallen.

#1 Wasser in Mexiko: Für die Menschen, nicht die Unternehmen

März 2015

Der mexikanische Kongress hat in aller Stille ein ungeheuerliches Gesetz per Schnellverfahren vorangetrieben: Es sollte Unternehmen das Recht geben, den Wasserhaushalt der gesamten Nation zu verschmutzen und wissenschaftliche Untersuchungen dieser Verseuchung verbieten. Als wir davon Wind bekamen, haben wir zusammen mit wichtigen Partnern eine riesige öffentliche Kampagne gestartet. Dazu gehörte eine gigantische Petition, Demonstrationen und ein Medienwirbel, den die Politiker nicht ignorieren konnten. Bei der darauffolgenden Abstimmung im Kongress wurde das Gesetz abgelehnt und Mexikos Wasserversorgung geschützt.

„Die Avaaz-Kampagne hat stark dazu beigetragen, die Menschen zu informieren und zu mobilisieren, damit sie Druck auf unsere politischen Vertreter ausüben. Wir hätten uns nie träumen lassen, dass wir das Gesetz tatsächlich stoppen können!!!”

Claudia Campero, Wasser-Aktivistin

#1 Proteste nur gegen Bezahlung?

März 2015

In London weigerte sich die Polizei, für eine Klima-Demo Polizisten für Straßensperrungen bereitzustellen. Stattdessen, so hieß es, sollten die Veranstalter für Tausende von britischen Pfund ein Privatunternehmen heranziehen. Daraufhin ist die Avaaz-Gemeinschaft in Aktion getreten. Über 60.000 Menschen haben sich mit uns gegen die Privatisierung von Protesten eingesetzt und die Demo-Veranstalter haben den Aufruf der Polizei überreicht.

Nach einem Medienwirbel hat Londons Bürgermeister Boris Johnson öffentlich die Position der Polizei in Frage gestellt und sie gedrängt, ihre Entscheidung zu überdenken. Wenige Tage vor der Demo lenkte die Polizei schließlich ein und erklärte sich bereit, Polizisten zur Demo zu senden und somit unser Recht auf demokratische Meinungsäußerung zu wahren.

„Vielen Dank Avaaz, dass ihr dafür gesorgt habt, das Recht auf Versammlungsfreiheit als demokratisches Grundrecht für uns alle aufrechtzuerhalten. Durch die Petition müssen wir keine private Verkehrsmanagementfirma mehr heranziehen, um die Straßen für unseren Protest zu sperren. Sie hat uns geholfen, die nötige öffentliche Unterstützung zu finden, um in diesem entscheidenden Moment Druck auf die Behörden auszuüben.”

Lindsay Alderton, Time to Act

#1 Gegen Hass in Deutschland

Februar 2015

Als die rechtspopulistische Bewegung Pegida in Deutschland eine Welle von ausländerfeindlichen Demos organisierte, haben die Avaaz-Mitglieder ihre Kräfte vereint, um der Panikmache mit Nächstenliebe entgegenzuwirken.

Wir haben eine Wand der grenzenlosen Freundschaft errichtet, an die die Menschen in Deutschland ein Bild mit Freunden anderer Herkunft oder anderen Glaubens ankleben konnte. Diese Wand stellten wir bei Demonstrationen in Dresden und Berlin auf und auch das Hastag #mitdir verbreitete sich rasant.

Die Kampagne hat Pegidas Botschaft der Spaltung wirkungsvoll gekontert und fand ihren Höhepunkt in einem ganztägigen Fest der Vielfalt vor dem Brandenburger Tor. Poeten, Musiker und Sänger feierten dort zusammen unsere Mitmenschlichkeit.

"Mit Dir" hat eine klare Aussage: Wir stehen für ein anderes Deutschland. Ein Land, das nicht nur die eine Sicht auf die Dinge erlaubt. Das streitet, diskutiert. Ein Miteinander pflegt, nicht ein Gegeneinander.”

Uli Hauser, Reporter, Stern

#1 Paris: Ein Tag ohne Autos

Januar 2015

In Paris hatten Avaaz-Mitglieder die brillante Idee, einen autofreien Tag in der Hauptstadt zu fordern, als symbolische Geste vor dem internationalen Klimagipfel Ende 2015. Mit Hilfe des Avaaz-Teams starteten sie ihre Kampagne und wenige Stunden bevor die Petition live geschaltet wurde, rief das Rathaus an und versprach, dass dieser autofreie Tag im September stattfinden würde!

#1 #JeSuisCharlie

Januar 2015

In den Stunden nach den schrecklichen Anschlägen auf das Büro von Charlie Hebdo im Zentrum von Paris, hat Avaaz einen Aufruf für ein vereintes Frankreich gestartet, das dem Terror mit Liebe und Hoffnung entgegenwirkt. Es war unsere größte Kampagne in Frankreich, mit über 800.000 Unterschriften in wenigen Stunden. Diese überreichten wir bei einer großen Solidaritätsdemo in Paris. #JeSuisCharlie

2014

40

Millionen

Mitglieder

#1 Die größte Klima-Demo aller Zeiten!

September 2014

Anfang 2014 hat sich unsere Gemeinschaft ein verrücktes Ziel gesetzt: die größte Klima-Demo aller Zeiten auf die Beine zu stellen, bei der Tausende von Menschen auf den Straßen von New York die Politiker zum Handeln auffordern würden. Am 21. September ist es tatsächlich passiert.

Nach enger Zusammenarbeit mit unseren Freunden bei 350.org und 1.700 weiteren Organisationen, sind 400.000 Menschen durch Manhatten gezogen und Hunderttausende sind an weiteren 2.000 Orten rund um den Globus auf die Straße gegangen. So haben wir auf wunderbare Weise gezeigt, wie sehr uns die Dinge, die vom Klimawandel bedroht sind, am Herzen liegen. Wir haben die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass eine Welt, die zu 100 % auf sauberer Energie beruht, möglich ist.

Hunderte Pressemitglieder waren vor Ort und in den New York Times und dem Guardian waren wir auf der Titelseite. Über 18 Minister demonstrierten mit uns und der Geschäftsführer von Avaaz, Ricken Patel, übergab dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf der Demo in New York eine Petition mit zwei Millionen Unterschriften für 100 % saubere Energie auf der ganzen Welt.

Viele Politiker haben daraufhin beim UN-Gipfel die Demos erwähnt. Barack Obama sagte zum Beispiel: „Unsere Bürger gehen auf die Straße, wir müssen reagieren." Der Druck zahlt sich aus - nicht einmal zwei Monate nach den Demos unterzeichneten die USA und China ein bahnbrechendes Abkommen, in dem sich die USA neue Ziele zur Senkung von Treibhausgasen setzen und China sich zum ersten Mal vornimmt, den Anstieg seiner Emissionen bis 2030 zu stoppen.

2015 haben die Politiker angefangen, zu reagieren. Deutschland hat sich bei den G7-Staaten für das Ziel von 100 % sauberer Energie starkgemacht und sich dafür eingesetzt, dass das Pariser Abkommen das Ende der fossilen Brennstoffe einläutet.

„Bei den Demos sind, teils wegen der organisatorischen Leistung der Online-Gemeinschaft Avaaz, mehr Menschen auf die Straßen gegangen, als je zuvor."

BBC

#1 Unser Saatgut vor Gentechnik retten

September 2014

Unsere Gemeinschaft hat an vorderster Front gegen Giganten in der Agrarwirtschaft angekämpft und im September haben wir Monsantos Pläne für die größte Saatgutfabrik in Lateinamerika gestoppt. Die Fabrik hätte 60.000 Tonnen Gen-Saat pro Jahr produziert. Avaaz hat eng mit Ortsbewohnern, Aktivisten und Anwälten zusammengearbeitet, um Druck auf Entscheidungsträger in Argentinien auszuüben. Nach 20 Monaten intensiver Kampagnenarbeit in Gerichtshöfen und auf den Straßen haben die Behörden ihr Projekt gestoppt!

Doch wir sind noch weiter gegangen - als Monsanto ein teures Spitzenteam heranzog, um eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen, sorgte der Druck aus der Gemeinschaft für Gesetze, die den Vorschlag blockierten. Das Projekt wurde letztendlich bis 2015 auf Eis gelegt - und unsere Gemeinschaft, die jetzt noch stärker geworden ist, steht in den Startlöchern, falls es wieder aufgegriffen wird.

„Die Unterstützung der Avaaz-Gemeinschaft hat in unserem Einsatz gegen Monsantos Projekt in den letzten Monaten deutlich dazu beigetragen, eine Debatte in der argentinischen Gesellschaft zu entfachen und die Behörden dazu zu bringen, den Menschen zuzuhören."

Celina Molina, Leiterin der Bürgerbewegung vor Ort

#1 „Mindestens" 40 % weniger Treibhausgasemissionen.

Oktober 2014

Nach unzähligen Verzögerungen und verdrehten Tatsachen, haben sich Entscheidungsträger in der EU endlich darauf geeinigt, Treibhausgasemissionen bis 2030 um "mindestens" 40 Prozent zu senken. Dieses kleine Wort ist für die Rettung des Planeten ausschlaggebend, denn es setzt für den Pariser Klimagipfel im Jahr 2015 einen Mindestwert für Emissionssenkungen.

Zusammen mit anderen Gruppen hat Avaaz diesen Deal unter Dach und Fach gebracht -- mit Zehntausenden Nachrichten an Politiker und europaweiten Meinungsumfragen zum Thema Klima, einer schlagkräftigen Anzeigenkampagne in einer führenden polnischen Zeitung und einem Aufruf von Thomas Piketty und weiteren Ökonomen in der Financial Times. Und der Einsatz hat Wirkung gezeigt.

Nachdem der europäische Klimaschutz jahrelang an der letzten Hürde gescheitert ist, steht die Senkung der Emissionen jetzt wieder ganz oben auf der Tagesordnung.

„Ich möchte mich bei den Millionen Menschen bedanken, die sich Avaaz angeschlossen haben, um globale Entscheidungsträger dazu zu bringen, heute und nicht morgen zu handeln. Ohne öffentliche Unterstützung ist es unmöglich, den Klimawandel zu stoppen. Bitte machen Sie weiter und bleiben Sie wachsam!"

Dr. Barbara Hendricks, Bundesumweltministern, Deutschland

#1 Einsatz gegen Ebola

Oktober 2014

Dies ist eine große Sache. Die monströse Epidemie hätte Millionen Menschenleben fordern können ― sie bedrohte damals die ganze Welt. Doch rund um den Globus vereinten die Menschen ihre Kräfte, um sie aufzuhalten. Was haben wir gemacht?

Zunächst hat unsere Gemeinschaft 2,5 Millionen Dollar an die besten Hilfseinsätze vor Ort gespendet. Unsere Spenden erfolgten schnell und unkompliziert und waren dadurch lebensrettend. Dann haben sich über 4.000 von uns freiwillig bereiterklärt, nach Westafrika zu reisen, um ihre Fertigkeiten im Kampf gegen Ebola einzusetzen. Die Freiwilligen von Avaaz spielten vor Ort eine wichtige Rolle — sei es, um die Übertragung von Patienten auf Ärzte in Ebola-Behandlungszentren zu bekämpfen oder selber Behandlungseinrichtungen zu bauen. Über ein Dutzend Mitglieder wurden engagiert, um vor Ort mitzuarbeiten.

Die Tatsache, dass Ebola besiegt worden ist, ist ein Riesenerfolg für die Menschheit. Unsere Gemeinschaft hat darüber hinaus gezeigt, dass viele bereit sind, alles aufs Spiel zu setzen, um in Krisenzeiten Menschen auf der anderen Seite der Welt zu helfen. Genau das macht diese Gemeinschaft so besonders. Eines ist jetzt klarer denn je: Investitionen ins öffentliche Gesundheitswesen dieser Region sind absolut ausschlaggebend.

„Wir sind euch für eure Unterstützung und für die Flexibilität, die ihr uns beim Einsatz eurer Spenden gegeben habt, so dankbar. Diese Flexibilität war ausschlaggebend.”

Partners in Health

#11 Das Land der Massai retten

Oktober 2014

20 Jahre lang hat die Regierung in Tansania versucht, das Massai-Volk von seinem Land zu vertreiben, damit reiche Könige und Prinzen aus dem Nahen Osten dort wilde Tiere jagen können. Doch nach einer zweijährigen Kampagne könnte das Land der Massai nun sicher sein.

Avaaz-Mitglieder haben knallharte Anzeigen in örtlichen Zeitungen finanziert und die Regierung damit an den Pranger gestellt. Wir haben CNN und Al Jazeera an den Ort des Geschehens gesendet, um über die Geschichte zu berichten. Und wir haben traditionelle Gruppen dabei unterstützt, drei Wochen lang vor dem Büro des Premierministers zu zelten und ihn so gezwungen, ihnen zuzuhören.

Als im Oktober berichtet wurde, dass die Regierung ihr Wort nicht halten würde, sind wir wieder aktiv geworden. Über 2,3 Millionen Menschen haben die Petition unterzeichnet. Über soziale Netzwerke haben wir den Präsidenten Tansanias dazu aufgefordert, auf Twitter zu versprechen, dass die Regierung „die Massai niemals von ihrem Land vertreiben wird." Jetzt müssen wir dies rechtskräftig und schriftlich bestätigt bekommen, doch im Einsatz für das Land der Massai ist dies bereits ein Fortschritt.

„Im Namen von CSOs in Ngorongoro und der Massai-Gemeinschaft sprechen wir Avaaz unseren Dank für die vielseitige Unterstützung dabei aus, das Land unseres Volkes zu bewaren... die Wirkung dieser Kampagne macht mich sprachlos."

Samwell Nangiria, NGO-Koordinator vor Ort

2014

38

Millionen

Mitglieder

#1 Wenn in Russland 20.000 Stimmen laut werden...

Juli 2014

Millionen Syrer saßen monatelang ohne jegliche Hilfe fest und Hilfsfahrzeuge der UNO mussten an der türkischen Grenze warten, während die Verhandlungen des UN-Sicherheitsrats ins Nichts führten.

Doch als sich über 20.000 Menschen in Russland einer Avaaz-Petition anschlossen, um ihre Regierung aufzufordern, eine UN-Resolution für Hilfslieferungen zu unterstützen, kamen die Dinge ins Rollen.

Am 2. Juli überreichte Avaaz die Petition an russische Diplomaten -- es war das erste Mal, dass russische Bürger ihre Regierung zu Maßnahmen für Syrien aufgefordert hatten. Nicht einmal zwei Wochen später wurde sie einstimmig verabschiedet! Die Resolution sorgte dafür, dass die Hilfe ungehindert zu Tausenden Syrern durchdrang und von unabhängigen UN-Inspektoren begleitet wurde. Für viele Syrer in größter Not war dies ein Durchbruch.

„Russlands Unterstützung dieser Resolution rettet Tausende von Menschenleben. Die Syrer befinden sich immer noch in einer elendigen Notlage und entschiedene Maßnahmen der UNO sind ausschlaggebend. Ich bin der Avaaz-Gemeinschaft in Russland für ihre Solidarität mit den Menschen in Syrien ganz besonders dankbar."

Mais, eine Avaaz-Campaignerin aus Syrien, die den Aufruf gestartet hat

#1 Kein Beton auf griechischen Stränden!

Mai 2014

Wenige Tage vor den EU-Wahlen, hat die griechische Regierung versucht, ein Gesetz zu entwerfen, dass es privaten Unternehmen erlauben würde, die prachtvollen Küsten des Landes zu bebauen und erschließen. Doch innerhalb weniger Stunden sind Avaaz-Mitglieder zu Tausenden aktiv geworden, um das Gesetz zu stoppen.

In Zusammenarbeit mit dem WWF hat Avaaz die Petition mit 150.000 Unterschriften dem Finanzministerium überreicht. Unsere Aktionen haben für einen Medienwirbel gesorgt und das Thema vor den Wahlen ins Zentrum der Debatte gestellt. Angesichts der öffentlichen Empörung und des Medienwirbels sah sich die griechische Regierung zu einer Kehrtwende gezwungen und zog das Gesetz vollständig zurück.

„Die unglaubliche Mobilisierung von Avaaz ging weit über die gewöhnlichen populistischen Aufschreie hinaus und sollte beglückwünscht werden."

Fotini Pipili, griechische Abgeordnete der Regierungspartei

2014

36

Millionen

Mitglieder

#1 Italiens F35-Wahnsinn stoppen

Mai 2014

Als in Italien Rekordarbeitslosigkeit herrschte, waren Avaaz-Mitglieder entrüstet, als sie erfuhren, dass die Regierung 14 Milliarden Euro für F35-Kampfjets ausgeben wollte. Es wurde zur größten Avaaz-Kampagne in Italien: Fast eine halbe Million Italiener setzten sich dagegen ein, dass ihre Politiker die begrenzten Steuergelder für neue Kampfjets ausgeben.

Hunderte von Avaazern nahmen an einem Sitzstreik teil, um gegen die Ausgaben zu protestieren. Über 472.000 Unterschriften wurden direkt an Abgeordnete im Verteidigungsausschuss überreicht und die nationale Presse berichtete ausführlich darüber. Der Druck sorgte für eine Untersuchung von Waffensystemen und Militärausgaben und führte dazu, dass das Unterhaus einer Resolution zustimmte, die die Regierung dazu verpflichtet, das Budget für das Projekt zu halbieren - und 7 Milliarden Euro zu sparen!

„Ich bin mit den Einwänden der Bürger, die diese Petition unterzeichnet haben, einverstanden. In solch schwierigen Zeiten für unser Land ist es notwendig, auch die Ausgaben im Verteidigungssektor zu rationalisieren."

Paolo Bolognesi, Mitglied des Verteidigungsausschusses des Unterhauses.

#7 Wir haben ein Stück Regenwald gekauft!

März 2014

Es war eine unserer ambitioniertesten Spendenaktionen: Über 90.000 Avaaz-Mitglieder haben zusammengelegt, um im malaysischen Teil Borneos 1,5 km² Regenwald zu kaufen.

1,5 km² mögen vielleicht klein erscheinen. Weil es sich jedoch um ein Verbindungsstück zwischen mehreren Schutzgebieten handelt, trägt es entscheidend zur Schaffung von ökologischen Korridoren bei. Diese ermöglichen die saisonbedingte Artenwanderung und schützen außerdem weite Waldflächen und einige der weltweit artenreichsten Gebiete.

Privatunternehmen, die den Wald in Borneo zerstören wollen, um dort lukrative Palmölplantagen anzulegen, hatten mit genau diesem Waldstück geliebäugelt. Durch den Kauf dieses Gebiets haben wir dazu beigetragen, 700 der weltweit letzten verbleibenden Orang-Utans und 300 Zwergelefanten auf Borneo zu schützen.

Unsere Gemeinschaft hat genügend Spenden gesammelt, um unserer Partnerorganisation, dem Rainforest Trust, eine Million Dollar zu geben, um diesen ökologischen Korridor zu kaufen und einen Fonds einzurichten, mit dem weitere wichtige Landstücke dieser Art geschützt werden. Dazu zählt beispielsweise die Einrichtung eines 1,1 km² großen Reservats im Danum-Tal auf Borneo.

„Mit Hilfe von Avaaz-Mitgliedern schützt unser Projekt im malaysischen Teil Borneos die letzten verbleibenden Waldbestände entlang eines Ufer-Korridors voller Wildtiere, wie dem Zwergelefanten, Nasenaffen und dem Laufkuckuck. Diese Gebiete zu erleben ist wie eine Reise in die Vergangenheit und führt einem vor Augen, wie Borneo vor dem Boom der Palmölplantagen aussah. Vielen Dank.”

Zitat von Dr. Paul Salaman, CEO des Rainforest Trust

#1 „Geheime Abstimmungen“ ans Tageslicht bringen

Februar 2014

Unsere Gemeinschaft hat sich an zwei wichtigen Fronten erfolgreich für die Demokratie eingesetzt: Sowohl in Brasilien als auch in Italien haben wir uns gegen "geheime Abstimmungen" stark gemacht. In Brasilien haben Avaaz-Mitglieder aus dem ganzen Land bei Senatoren die Leitungen heißlaufen lassen und sie darum gebeten, geheime Abstimmungen zu stoppen. Gemeinsam konnten wir einen ersten Erfolg im Unterhaus und dann auch im Senat sichern. Für eine der größten Demokratien der Welt ist das ein Riesenerfolg.

In Italien haben Avaazer an einem beeindruckenden Nackt-Protest teilgenommen, um die Notwendigkeit transparenter Abstimmungsverfahren hervorzuheben. Tausende Mitglieder haben einem entscheidenden Senator bei der Abstimmung direkte Nachrichten gesendet und ihn letztendlich umstimmen können. Wir haben Geheimabstimmungen das Aus erklärt und dazu beigetragen, Berlusconi aus dem Parlament zu verweisen.

„In meiner Rolle muss ich unparteiisch sein, doch es ist ausschlaggebend, dass Menschen wie ich in den Institutionen die Stimmen der Menschen zu hören bekommen."

Dario Stefano, Vorsitzender des Rates für Wahlen und Immunität

#1 Zwangsehe für Vergewaltigungsopfer

Januar 2014

Die 16-jährige Amina brachte sich um, nachdem sie ihren Vergewaltiger heiraten sollte. Unter Artikel 475 des marokkanischen Strafgesetzes konnten Vergewaltiger ihre Opfer heiraten, um Strafen zu vermeiden. Zehn Monate nach unserer ersten Aktion zu diesem Thema startete Avaaz eine Kampagne zur Aufhebung des Gesetzes. Am Tag vor der entscheidenden Abstimmung überreichten wir dem Parlamentsvorsitzenden 1,2 Millionen Unterschriften. Das marokkanische Parlament stimmte dann für die Aufhebung der Vorschrift, damit anderen Mädchen nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie Amina.

„Dies ist ein großer Erfolg und ein wichtiger Fortschritt, den wir Ihnen zu verdanken haben. Ich möchte dem Avaaz-Team und all seinen Mitgliedern für Ihre starke Solidaritätsaktion danken und meinen Glückwunsch aussprechen."

Latifa Jbabdi, Frauenrechtlerin aus Marokko

#1 Die Internet-Apokalypse stoppen

Dezember 2013

Ende 2013 hat die Europäische Kommission ein Gesetz vorgeschlagen, das das Internet in seiner derzeitigen Form vernichtet hätte. Uns war klar: Wir müssen das verhindern. Innerhalb weniger Tage haben wir die EU mit einer globalen Kampagne dazu aufgefordert, große Telekommunikationsfirmen davon abzuhalten, unser frei zugängliches Internet für einige gebührenpflichtig zu machen. Und das hat funktioniert: Der Gesetzesentwurf wurde abgeändert, um die Netzneutralität zu schützen - den Grundsatz, dass alle Webseiten gleich behandelt werden müssen. Die große Mehrheit der Abgeordneten hat für einen Text gestimmt, der zum ersten Mal in der Geschichte des Internets die Netzneutralität schützt und andere Länder weltweit zum Mitmachen bewegen wird. Im April 2014 haben wir unseren Einsatz fortgeführt und konnten für alle Bürgerinnen und Bürger in Brasilien einen Erfolg sichern, als der Senat das Gesetz namens Marco Civil da Internet verabschiedete.

Wir haben einen wichtigen Etappensieg verzeichnet, aber die neu ernannte Kommission könnte das Telekommunikationspaket überarbeiten und die strengen Auflagen für Netzneutralität kippen, wenn die EU-Regierungen nächste Jahr darüber entscheiden. Bleiben wir also wachsam!

#1 Gegen den Alptraum im Paradies

August 2013

Als ein 15-jähriges Vergewaltigungsopfer auf den Malediven zur Auspeitschung verurteilt wurde, weil sie angeblich auch einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann hatte, sind die Inseln ins Auge der Weltöffentlichkeit gerückt. Über zwei Millionen Avaaz-Mitglieder haben Präsident Waheed mit einer Petition dazu aufgefordert, in dem Fall des Mädchens einzuschreiten und Auspeitschungen allgemein zu beenden.

Avaaz hat Druck auf die höchste Regierungsebene der Malediven ausgeübt und außerdem mit einer Anzeigenkampagne auf die Tourismusindustrie abgezielt und den Lebensalltag der Frauen auf dem Inselparadies beleuchtet. Im August hat das Oberste Gericht das Urteil zur Auspeitschung endlich aufgehoben ( Hier erfahren Sie mehr - auf Englisch). Eine Meinungsumfrage auf den Malediven im Auftrag von Avaaz zeigte, dass 92 Prozent der Malediver Gesetzesreformen und Schutzsysteme für Frauen wollen. 62 Prozent wollen ein Moratorium für Auspeitschungen. Avaaz wird auf diese Fortschritte aufbauen und sich weiterhin gegen Gewalt an Frauen auf den Malediven einsetzen.

„Mit seinem Beitrag hat Avaaz eine führende Rolle bei der Kampagne gegen das Urteil zur Auspeitschung gespielt; eine Petition mit Millionen von Unterzeichnern, ein Besuch im Land selbst und eine Meinungsumfrage erwiesen sich allesamt als überzeugend. Ich hoffe, dass sich Avaaz weiterhin für Reformen auf den Malediven einsetzen wird."

Dr. Ahmed Shaheed, ehemaliger Außenminister und derzeitiger UN-Sonderberichterstatter für den Iran

2013

24

Millionen

Mitglieder

#1 Brasilien sagt NEIN zu Korruption und JA zur Demokratie des 21. Jahrhunderts!

Juli 2013

In Brasilien bieten die Menschen der ausufernden Korruption die Stirn. Zuerst kam die erfolgreiche Kampagne für ein “Gesetz zur Reinen Weste”, damit Politiker, die wegen krimineller Vergehen verurteilt wurden, nicht für ein Amt kandidieren dürfen. Studien haben gezeigt, dass Avaaz eine Schlüsselrolle beim Erfolg dieser Kampagne gespielt hat. Nun hat ein Avaaz-Mitglied die größte Internetpetition in der Geschichte Brasiliens gestartet - mit über 1,6 Millionen Stimmen fordert die Petition, dass die Senatoren den Senatspräsidenten herausschmeißen, der nach einer Reihe von Korruptionsvorwürfen in Ungnade gefallen ist. Er ist derzeit noch im Amt, doch wir stehen kurz davor, das geheime Abstimmungsverfahren zu beenden, das ihm diesen Spitzenplatz im Senat ermöglicht hat.

Und es wird noch besser: Der Senat hat gerade entschieden, dass Bürger in Zukunft einfacher und schneller Handlungsdruck auf Politiker ausüben können. Avaaz wurde mehrfach in der Senatsdebatte erwähnt, in der vereinbart wurde, die benötigte Unterschriftenzahl für Bürgerinitiativen zu halbieren und dass auch Online-Unterschriften gezählt werden können! Nun setzen wir alles daran, auch das brasilianische Unterhaus ins Boot zu holen.

„Avaaz bietet Bürgern eine großartige Meinungs-Plattform. Avaaz hat dazu beigetragen, die Abgeordneten zu einer anhaltenden Diskussion über dieses Projekt zu drängen und sicherzustellen, dass der Entwurf in den Ausschüssen bewilligt wurde und nun im Plenum zur Abstimmung gestellt wird."

Senator Sergio Souza

2013

22

Millionen

Mitglieder

#1 Finnwale vor dem Massaker retten

Juni 2013

Als ein isländischer Großunternehmer diesen Sommer seine Jagdsaison eröffnet hat, um bedrohte Finnwale zu Hundefutter zu verarbeiten, hat Avaaz eine Kampagne gestartet, um zu verhindern, dass er die Kadaver nach Japan verschifft. Infolge unserer Petition mit 1,1 Millionen Unterschriften haben niederländische Politiker eingewilligt, ihre Häfen dichtzumachen. Dann haben wir in Deutschland weitergemacht, als die Schiffsladung über Hamburg umgeleitet werden sollte. Das deutsche Umweltministerium hat direkt auf Twitter auf die Nachrichten der Avaaz-Mitglieder reagiert. In enger Zusammenarbeit mit Greenpeace konnten wir genug Druck aufbauen, um das Walfleisch wieder auf ein Schiff gen Island zu verfrachten! Die deutsche Regierung hat die Häfen nun gebeten, in Zukunft jegliche Walfleischlieferungen abzuweisen. Unterdessen fordern 200.000 Avaaz-Mitglieder in Deutschland den größten deutschen Supermarkt dazu auf, keine Produkte mehr zu verkaufen, die mit dem Walfangunternehmen in Verbindung stehen. Wir nehmen außerdem die anderen Routen ins Visier, die der Walfänger einschlagen könnte, um Profit zu machen - und zwar solange, bis er erkennt, dass er aufhören muss, Finnwale zu töten.

„Die Avaaz-Kampagne hat stark dazu beigetragen, die Profitmaschine der Walfänger zu stoppen -- und uns dem Ziel, die Jagd auf diese wunderbaren und bedrohten Wale zu beenden, einen Schritt näher gebracht."

John Frizell, Greenpeace International

#1 Den weltweiten Steuerschwindel stoppen

Juni 2013

Jahr für Jahr wenden gierige Unternehmen und reiche Personen Steuertricks an, um geschätzte eine Billion Dollar zu verstecken und Regierungen die Steuern vorzuenthalten, die sie benötigen, um Dienstleistungen und unsere nationalen Systeme instand zu setzen. Dieses Jahr haben wir eine Möglichkeit entdeckt, das fehlende Geld aufzutreiben. Wir haben eine riesige Petition gestartet, uns mit dem berühmten Sänger Baaba Maal zusammengetan und eng mit Save the Children, ActionAid und anderen Kampagnengruppen zusammengearbeitet, um David Cameron, dem Vorsitzenden des G8-Gipfels, unsere Stimmen zu präsentieren. Durch unseren Brief, der von 21.000 Unternehmensvertretern unterzeichnet worden war, konnten wir dazu beitragen, dies als eine unternehmens- und bürgerfreundliche Forderung zu präsentieren und einen Positionswechsel von Seiten Deutschlands und Kanadas erreichen. Dies führte zu einer historischen Vereinbarung, mit deren Hilfe Regierungen gemeinsam an der Bekämpfung von Steuerflucht arbeiten können. Der “Lough Erne Declaration” mangelte es zwar an Einzelheiten, doch sie bietet uns ein enormes Druckmittel, mit dem wir Regierungen dazu drängen können, dubiose Steuervorhaben zu blockieren.

2013

21

Millionen

Mitglieder

#1 Bangladesch: Hoffnung aus den Trümmern

Mai 2013

Als der Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch über Tausend Todesopfer forderte, hat Avaaz zusammen mit Arbeitsorganisationen zwei riesige Einzelhändler ins Visier genommen. Das Ziel: Sie sollten einen praktischen Sicherheitsplan unterzeichnen, der weltweit zum Vorbild wird.

Avaaz-Mitglieder haben die Facebook-Seiten von H&M und GAP mit Nachrichten überflutet. Und als unsere an den H&M-Chef gerichtete Anzeige von einer führenden Zeitung in Schweden abgelehnt wurde, ist dort eine gewaltige Debatte entfacht - sowohl in den Medien als auch im Internet. Die Führungsriege bei H&M hat direkt Telefongespräche mit Avaaz geführt und drei Tage später dem Abkommen zugestimmt. Mehr als 75 weitere Marken sind daraufhin nachgezogen! GAP und WalMart sind noch nicht dabei, aber wir arbeiten daran.

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass Avaaz eine entscheidende Rolle dabei gespielt hat, H&M davon zu überzeugen, dem Abkommen zuzustimmen."

Scott Nova, Workers Rights Consortium

#1 Afghanische Übersetzer - Einsatz für ihre Sicherheit

Mai 2013

Während des elf Jahre langen Konflikts in Afghanistan haben afghanische Dolmetscher Truppen und Hilfsarbeitern geholfen, mit den Menschen vor Ort zu kommunizieren. Viele sind während ihrer Arbeit gestorben oder verletzt worden und jetzt machen die Taliban Jagd auf die Überlebenden, um sie zu töten. Abdul, einer der Dolmetscher, hat eine Kampagne gestartet und die britische Regierung um Asyl für ihn und all seine Kollegen gebeten. In Windeseile haben 80.000 Briten mitgemacht und zusammen mit ehemaligen Generälen und amtierenden Abgeordneten hat Avaaz das Thema in die Medien gebracht. Die Regierung hat bislang etwa der Hälfte der Dolmetscher ein Asylangebot gemacht und wir setzen uns weiterhin für die übrigen Dolmetscher ein.

2013

20

Millionen

Mitglieder

#3 Ein Erfolg für Bienen in Europa!

April 2013

Mit unserer unermüdlichen Kampagnenarbeit konnten wir letztendlich entscheidend zu einem Verbot von bienengefährdenden Pestiziden in Europa beitragen - zumindest bis 2015! Über zwei Jahre hinweg haben wir Minister mit Nachrichten überflutet, eine riesige Petition mit über 2,6 Millionen Unterschriften gestartet, medienwirksame Proteste mit Imkern und einer fünf Meter großen, aufblasbaren Biene veranstaltet, Meinungsumfragen finanziert und vieles mehr getan.

Es mit Riesenkonzernen wie Bayer aufzunehmen ist kein leichtes Unterfangen und ohne die Zusammenarbeit mit vielen Wissenschaftlern, Experten, wohlgesinnten Beamten, Imkern und Umweltschutzgruppen wäre es nicht möglich gewesen. Doch das ist noch nicht alles. Im Jahr 2015 haben Avaaz-Mitglieder Spenden in Höhe von 800.000 Dollar gesammelt, um in Europa und den USA unabhängige Studien zu finanzieren, die die Auswirkungen der Gifte auf unseren Feldern erforschen.

„Die gewaltige Petition und die kreative Kampagnenarbeit von Avaaz haben dazu beigetragen, den entscheidenden Anstoß zu geben.”

Friends of the Earth

#1 Hoffnung für syrische Studenten im Ausland

April 2013

Die Krise in Syrien hat nicht nur verheerende Auswirkungen auf die Zivilisten im Land, sondern auch auf Stunden im Ausland gehabt. In Großbritannien hatten über 600 syrische Studenten Schwierigkeiten, ihre Studiengebühren zu bezahlen, und die Universitäten wollten viele von ihnen herausschmeißen. Doch eine Kampagne im Namen dieser verzweifelten Studenten ließ neue Hoffnung aufkommen. Mit Unterstützung von 48.000 Avaaz-Mitgliedern und in Verbindung mit Medienberichten und Advocacy-Arbeit bei Regierungsbeamten und Universitäten, hat die Kampagne die Universitäten dazu gezwungen, auf die Gebühren zu verzichten und Hilfsfonds einzurichten. Die Kampagne hat private Geldgeber dazu gebracht, einzelne Studenten zu unterstützen, und der Regierung den Anstoß gegeben, ein neues Sicherheitsnetz für Studenten ausländischer Universitäten in Erwägung zu ziehen. Viele der syrischen Studenten können jetzt ihr Studium weiterführen.

„Die Kampagne hat unglaublich viel erzielt - meine Gebühren sind aufgeschoben worden und ich konnte den wichtigen Hilfsfonds nutzen, um mich endlich auf mein Studium zu konzentrieren und irgendwann heimzukehren und zu helfen, Syrien wieder aufzubauen. Danke Avaaz!"

Husam Helmi, syrischer Student

#1 Stoppt die Elefantenmorde

März 2013

In Afrika töten Wilderer im Rekordtempo Elefanten und hacken ihnen die Stoßzähne mit Kettensägen ab, um Luxusartikel, Statuen und Schmuckgegenstände in Asien herzustellen. Gemeinsam mit Leonardo Di Caprio haben fast 1,4 Millionen Avaaz-Mitglieder und WWF-Unterstützer angesichts dieser Gräueltaten einen Aufruf an die thailändische Premierministerin gerichtet, um den ungeregelten, weltgrößten Elfenbeinhandel in ihrem Land zu beenden. Tausende von Menschen haben ihr E-Mails gesendet und so viele Kommentare auf ihrer Facebook-Seite hinterlassen, dass diese vorübergehend geschlossen werden musste. Dem geballten Druck musste sie Gehör schenken und versprechen, den ungeregelten Handel zu beenden. Aus Regierungskreisen ließ man verlauten, dass diese Ankündigung ein unmittelbares Ergebnis unserer Kampagnen war.

2013

18

Millionen

Mitglieder

#1 Hass in Costa Rica bekämpfen

Februar 2013

Als der homophobe Vorsitzende der Menschenrechtskommission im costa-ricanischen Kongress einen Arzt einlud, vor dem Kongress über die "Heilung" von Homosexualität zu sprechen, haben ihn Avaaz-Mitglieder aus Costa Rica konfrontiert. Eine Petition, die auf der Avaaz-Plattform für Bürgerpetitionen gestartet wurde, forderte seinen Rücktritt und verbreitete sich im Internet wie ein Lauffeuer. In Kürze erhielt sie mehr als 25.000 Unterschriften. Als der Kongressabgeordnete nicht zurücktreten wollte, hat Avaaz die Unterschriften vor den Augen der Presse in großen, bunten Boxen dem Kongresspräsidenten überreicht. Dieser versprach, dass er und seine Partei den homophoben Kongressabgeordneten nicht wieder ernennen würden - und nur wenige Wochen später wurde er aus dem Amt entlassen!

#1 Freiheit für Sevil Sevimli

Februar 2013

Sevil Sevimli, eine französisch-türkische Erasmusstudentin, wurde während ihres Studienaufenthalts in Istanbul verhaftet, weil sie an einem linksgerichteten Konzert teilnahm, um den 1. Mai zu feiern. Fast 10 Monate lang erlebte sie einen rechtlichen Alptraum und konnte nicht nach Lyon heimkehren. Sevils Unterstützer waren über diese grausame und willkürliche Verhaftung empört und starteten eine Avaaz-Petition, die von über 136.000 Mitgliedern Rückenwind erhielt. Dann traf sich Sevils Familie mit dem französischen Menschenrechtsbotschafter, um den Druck auf die Türkei zu erhöhen. Zu guter Letzt wurde Sevil freigelassen und konnte eine emotionale Heimkehr nach Frankreich feiern!

„Die Petition hat mir geholfen, während meiner Zeit im Gefängnis die Hoffnung zu bewahren."

Sevil Sevimli

2012

17

Millionen

Mitglieder

#4 Willkommen Palästina

NOVEMBER 2012

Am 29. November hat die UNO mit überwältigender Mehrheit dafür gestimmt, Palästina als 194. Staat dieser Welt anzuerkennen. Es war ein großer Sieg für das palästinensische Volk und für den Frieden. Unsere Gemeinschaft hat entscheidend dazu beigetragen: Knapp 1,8 Millionen von uns haben mit einer Petition die Anerkennung des Staates gefordert und viele haben gespendet, um Umfragen zu finanzieren. Diese haben gezeigt, dass 79 Prozent der Bevölkerung in entscheidenden europäischen Ländern die staatliche Anerkennung befürworten.

Vor der EU-Kommission in Brüssel wurde eine riesige, vier Stockwerke hohe, Flagge gehisst. Außerdem haben Avaaz-Mitarbeiter und –Mitglieder das Anliegen direkt an Abgeordnete und Minister herangetragen und Tausende von uns haben Nachrichten per E-Mail und über Facebook und Twitter gesendet.

In den Stunden vor der Abstimmung ließen die Anrufe der Avaaz-Mitglieder bei den Staatschefs und den Außenministerien die Leitungen heißlaufen. Das endgültige Abstimmungsergebnis der UNO: 138 Stimmen dafür, 41 Enthaltungen, und nur 9 Stimmen dagegen. Unser Aufruf ist angekommen und es wurde Geschichte geschrieben. Jetzt schmückt die palästinensische Flagge den Sitz der Vereinten Nationen in New York.

„Avaaz und seine Mitglieder in aller Welt haben deutlich dazu beigetragen, die Regierungen zu überzeugen, den Antrag des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat und für Frieden und Freiheit zu unterstützen... ganz Palästina schätzt ihre Solidarität und Unterstützung und wird diese nicht vergessen."

Leila Shahid, palästinensische Delegierte in Europa

2012

16

Millionen

Mitglieder

#1 Malalas Traum erfüllen

Oktober 2012

Als die 15-jährige Malala von den Taliban angeschossen wurde, ging eine Welle der Empörung um die Welt. Als Reaktion darauf forderten knapp eine Million von uns die pakistanische Regierung dazu auf, Malalas Traum zu erfüllen: ein nationales Stipendienprogramm zu unterstützen, um allen armen Kindern in Pakistan eine Schulbildung zu ermöglichen. Der Bildungsbeauftragte der UNO, Gordon Brown, überreichte unsere Petition persönlich dem pakistanischen Präsidenten Zardari, der sie selbst unterschrieb! Genau an diesem Tag, einen Monat, nachdem Malala angeschossen worden war, startete die pakistanische Regierung offiziell ein Stipendienprogramm für 3 Millionen Kinder.

„Ich glaube daran, dass wir, wenn wir so wie die Avaaz-Mitglieder gemeinsam unsere Stimmen erheben, unser Bildungs-Versprechen an Malala einhalten können.”

Gordon Brown

2012

15

Millionen

Mitglieder

#1 Wanderarbeiter aus Bahrain befreien

Juli 2012

Als eine Baufirma indische Arbeiter mit falschen Versprechungen nach Bahrain lockte und ihnen dann die Ausreise verweigerte, trat die Avaaz-Gemeinschaft in Aktion. Der Bruder eines Arbeiters, der sich tragischerweise selbst das Leben genommen hatten, startete eine Kampagne auf unserer Seite für Bürgerpetitionen. Er forderte das Bauunternehmen dazu auf, die restlichen 100 Arbeiter gehen zu lassen. 20.000 von uns schlossen sich dem Aufruf an und brachten die Geschäftspartner des Unternehmens dazu, Druck aufzubauen. In wenigen Tagen schafften wir das, was der indischen Regierung in sieben Jahren nicht gelungen war: Wir brachten die Baufirma dazu, die Arbeiter gehen zu lassen und sogar zu versprechen, nie wieder Reisebeschränkungen aufzuerlegen.

„Das wäre ohne Avaaz nicht möglich gewesen."

Indische Botschaft in Bahrain

2012

14

Millionen

Mitglieder

#1 Die Kettensägen am Amazonas stoppen

Mai 2012

Anfang des Jahres verabschiedete der brasilianische Kongress unter dem Druck mächtiger Lobbys und Interessengruppen ein katastrophales Forstwirtschaftsgesetz, das es Holzfällern und Landwirten erlaubt hätte, nach Belieben große Teile des Amazonaswaldes abzuholzen. In Partnerschaft mit Greenpeace, dem WWF, wichtigen brasilianischen Organisationen und renommierten Persönlichkeiten haben über 2 Millionen Avaaz-Mitglieder die brasilianische Präsidentin Dilma dazu gedrängt, das Gesetz zu stoppen und den Amazonas zu retten. Unsere Botschaft wurde an einem ereignisreichen Tag unmissverständlich übermittelt: Es fanden Treffen mit hochrangigen Ministern und kreative Demonstrationen in Brasiliens Hauptstadt statt - und Dilma reagierte darauf, indem sie gegen die umstrittensten Teile des Gesetzes ein Veto einlegte.

#1 Das Korallenmeer schützen

Februar 2012

In Australien haben Tausende von uns dazu beigetragen, das größte Meeresschutzgebiet der Welt zu schaffen. Als Anfang des Jahres eine öffentliche Anhörung zu einem geplanten nationalen Meeresschutzgebiet begann, sind kommerzielle Fischerei- und Bergbaukonzerne mit aller Kraft dagegen angegangen. Doch Hunderttausende Avaaz-Mitglieder unterzeichneten einen Brief an den Umweltminister und fast 30.000 von uns sendeten Kommentare an die öffentliche Anhörung, um den Plan zu befürworten. Für die Regierung gab es keinen Zweifel daran, was die Menschen wollten. Die australische Öffentlichkeit, mit Unterstützung von Bürgern aus aller Welt, hat ihrer Regierung somit den Auftrag erteilt, diesen wichtigen Teil des Korallenmeeres vor Öl- und Gasförderungen zu bewahren.

2012

12

Millionen

Mitglieder

#6 Internetzensur stoppen

Januar 2012

ACTA wurde hinter verschlossenen Türen von ein paar reichen Staaten und Unternehmen entworfen. Das Abkommen hätte es mächtigen multinationalen Akteuren ermöglicht, das Internet zu kontrollieren und zu zensieren. Als Einzelheiten darüber bekannt wurden, unterschrieben über 2 Millionen Avaaz-Mitglieder eine Petition an das Europaparlament und forderten die Gesetzgeber auf, für ein freies, offenes Internet einzutreten und die Ratifizierung von ACTA abzulehnen. Die Petition stieg auf knapp 3 Millionen Unterschriften an und wurde den Politikern direkt in Brüssel übergeben. Als das Gesetz in der letzten Abstimmung versenkt wurde, stand in der Pressemitteilung des Europaparlaments, dass die Avaaz-Petition entscheidend dazu beigetragen hatte!

„Ich war sehr beeindruckt von der enormen Zahl von 2,8 Millionen Unterschriften, die die Avaaz-Petition an das Europa-Parlament erhielt. Die Bedenken der Bürger wurden im Europa-Parlament ernst genommen.”

Martin Schulz, Parlamentspräsident

Internetfreiheit

#8 Das Internet retten

Januar 2012

In den USA sollte ein Gesetzesentwurf der Regierung das Recht geben, beliebig Webseiten zu schließen - Seiten wie YouTube, WikiLeaks und sogar Avaaz wurden damit anvisiert! In nur 3 Wochen haben weltweit über 3 Millionen von uns eine Petition dagegen unterzeichnet. Wir haben mit Organisationen wie DemandProgress zusammengearbeitet und Präsident Obamas Team hat reagiert. Bei einem einstündigen Treffen mit hohen Beamten des Weißen Hauses hat Avaaz die Petition übergeben. Danach verurteilte das Weiße Haus den Entwurf und große Befürworter zogen sich zurück. Nun hat das Gesetz keine Chance mehr. Erst sagte man uns, es könne nicht gestoppt werden, doch dann wurde es von beiden Parteien begraben – ein Erfolg für die Internetfreiheit und die Bürgerstimmen!

„Wir haben das Treffen mit Avaaz im Weißen Haus sehr begrüßt und die Bedenken von über einer Million Menschen erfahren, die die Avaaz-Petition zur Netzpiraterie und dem freien Internet unterzeichnet haben. Danke, dass Sie sich dafür einsetzen, mehr Stimmen in den demokratischen Prozess einfließen zu lassen."

Macon Phillips, Leiter für Digitale Strategien im Weißen Haus

Klimawandel

#1 Klimagespräche: Die Hoffnung bewahren

Dezember 2011

Bei den wichtigen Klimagesprächen in Durban haben über 800.000 von uns dazu beigetragen, eine Niederlage um Haaresbreite zu verhindern. Tag für Tag hat unser Team in Südafrika dafür gesorgt, dass unsere Botschaft ankommt - mit schlagkräftigen Aktionen wie dieser Anzeige in den Financial Times. Sie wurde am letzten Tag der zähen Verhandlungen veröffentlicht. Trotz des enormen Drucks durch Öl-Nationen wie den USA oder Kanada, wurde ein Abkommen vereinbart, um das Kyoto-Protokoll zu retten.

„Danke an die über 800.000 Menschen aus der ganzen Welt -- eure Stimmen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Gespräche gehabt."

EU Klima-Chefin Connie Hedegaard

2011

10

Millionen

Mitglieder

#1 Den Amazonas schützen

November 2011

Über eine halbe Million von uns haben rund 1.000 Mitglieder indigener Völker bei einem Protest unterstützt. Dieser sollte den bolivianische Präsident Evo Morales dazu auffordern, den Bau einer Autobahn quer durch den Amazonas zu stoppen. Avaaz hat sich bei einer stürmischen Sitzung mit den höchsten bolivianischen Kabinettsmitgliedern ausführlich darüber unterhalten. Gleichzeitig stärkte unsere Solidarität den indigenen Demonstranten den Rücken. Der Druck hat sich ausgezahlt! Nach unserer Kampagne sagte Morales den Bau ab, zog die Entscheidung zurück, das Projekt zu genehmigen, und versprach, den TIPNIS-Nationalpark und die indigenen Gebiete - die Kronjuwelen des bolivianischen Amazonas - für immer zu schützen! Es war ein Riesenerfolg. Sollte Morales das Projekt jemals wiederbeleben wollen, sind wir bereit, ihn zu stoppen.

Kinder schützen

#1 Einsatz gegen Splitterbomben

November 2011

2008 setzte sich Avaaz für ein Verbot von Splitterbomben ein. Dabei handelt es sich um spielzeugartige Sprengkörper, die neugierigen Kindern zum Verhängnis werden können - auch nachdem Konflikte längst vorüber sind. Der Überlebende einer Splitterbombe, Branislav Kapetanovic, sendete einen Video-Aufruf an Avaaz-Mitglieder. Daraufhin wurden 164.272 E-Mails an Regierungschefs gesendet. Die Forderung: Ein unverzügliches weltweites Verbot von Splitterbomben, das keine Schlupflöcher enthält. Über 100 Länder unterzeichneten ein starkes Abkommen und man sagte uns, dass die Avaaz-Mitglieder wirklich etwas bewirkt hatten.

Drei Jahre später versuchten zynische Rüstungsnationen, das Verbot zu untergraben. Doch wir standen in den Startlöchern. Zusammen mit unseren Freunden bei der Cluster Munition Coalition (CMC) standen über eine halbe Million von uns den Opfern von Splitterbomben zur Seite und riefen die Regierungen dazu auf, auf ihr Gewissen zu hören. Und das taten sie. Das Verbot wurde aufrechterhalten und unser Beitrag war laut unserer Partner bei CMC entscheidend.

#2 Der Murdoch-Mafia die Stirn bieten

Juli 2011

Viel zu lange hatten Rupert Murdoch und sein skrupelloses Medien-Imperium übermäßigen Einfluss auf unsere Politiker. 2011 versuchte die Murdoch-Mafia, mit der Übernahme von BSkyB noch mehr Macht über die britische Presse zu ergattern. Die meisten sagten, es sei beschlossene Sache, man könne nichts mehr tun. Wir waren anderer Ansicht und starteten eine Kampagne mit einer Million Online-Aktionen, 30.000 Anrufen bei Abgeordneten und 40.000 Beiträgen zur Anhörung der Regierung zum BSkyB-Deal.

Unsere Aktionen haben dazu beigetragen, den Genehmigungsprozess der Regierung hinauszuzögern - und zwar so lange, bis der Hacking-Skandal ans Licht kam, der den Deal letztlich versenkte. Durch regierungsinterne E-Mails kam später ans Licht, dass die Regulierungsbehörden und Murdochs Lobby erfolglos versucht hatten, sich gegen unsere Kampagne zu wehren. Nachdem wir dazu beigetragen hatten, den Deal zu stoppen, haben wir eine Kampagne gestartet, um sicherzustellen, dass kein Medien-Baron jemals zu viel Macht über die Presse besitzt. Diese Forderung ist nun im Leverson-Bericht über britische Medienreformen widergespiegelt.

„Avaaz-Mitglieder in Großbritannien und aller Welt haben die Kampagne vorangetrieben, damit Politiker den Opfern von Abhörskandalen Gehör schenken. Jetzt weiß jeder, dass Rupert Murdoch zu mächtig geworden ist... Sie haben es ausgesprochen. Sie haben etwas bewegt. Vielen Dank."

Tom Watson, Abgeordneter

#1 Gegen Hass in Uganda

April 2011

Im Jahr 2010 zog die ugandische Regierung ein Gesetz in Erwägung, dass homosexuelle Ugander mit dem Tod bestrafen sollte. Avaaz hat mit Kirchenoberhäuptern und Menschenrechtsaktivisten unglaublichen Widerstand gegen diesen fürchterlichen Gesetzesentwurf aufgebaut. Wir überreichten dem Sprecher des ugandischen Parlaments 450.000 Unterschriften. Die Übergabe sorgte weltweit für Schlagzeilen – unter der Gesetzesentwurf wurde stillschweigend zu den Akten gelegt.

Doch im Jahr 2011 versuchte das ugandische Parlament, den Entwurf erneut zur Debatte zu stellen. Avaaz trat sofort in Aktion und in wenigen Tagen stieg die Unterschriftenzahl von 450.000 auf unfassbare 1,6 Millionen an. Zusätzlich zu der Petition riefen Zehntausende von uns unsere Regierungen an und erneut sorgte die Geschichte für internationale Schlagzeilen. Unter starkem weltweiten Druck verhinderte der Sprecher des ugandischen Parlaments, dass der Entwurf in einer Sondersitzung zur Abstimmung gestellt wird. Und wieder einmal wurde er beiseite gelegt. Als homophobe Gesetzgeber den Entwurf 2012 wieder auf den Tisch legten, standen wir in den Startlöchern. Wir schalteten diese Anzeige um einen weiteren Aufruf von über einer Million Mitglieder unserer Gemeinschaft zu unterstützen.

Bürgerjournalismus

#1 Die Mediensperre in Syrien durchbrechen

April 2011

Seit Beginn der friedlichen Aufstände steht die Avaaz-Gemeinschaft den Menschen in Syrien zur Seite, die von ihrer eigenen Regierung gewaltsam angegriffen werden. Zu Tausenden sind wir eingeschritten, um mutige Menschen in Syrien mit Satellitenmodems und Fotohandys auszustatten. So können sie Assads brutales Vorgehen gegen unschuldige Zivilisten aufnehmen. Noch bevor internationale Medien ins Land gelangen konnten, sagte das Time Magazine, dass Avaaz „kontinuierliche Berichterstattung aus Syrien organisiert hat, die dazu beigetragen hat, dass man sich im Westen ein Bild von den Grausamkeiten vor Ort machen konnte."

Und als die Zustände richtig schlimm wurden, hat unsere Gemeinschaft geholfen, den Menschen in größter Not Lebensmittel, Medikamente und humanitäre Hilfe im Wert von Millionen von Dollar zukommen zu lassen. Wir drängen Regierungen aus aller Welt nach wie vor dazu, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um ein freies und friedliches Syrien zu ermöglichen.

2011

08

Millionen

Mitglieder

Gegen Korruption in Indien

#1 Gegen Korruption in Indien

April 2011

Die ausufernde Korruption in Indien hat im Land alle Teile der Demokratie fest im Griff. Doch eine riesige Bewegung sollte dieses Problem anpacken. In nur 36 Stunden haben 500.000 Menschen in Indien die Avaaz-Petition zur Unterstützung der Anti-Korruptionsbewegung unterzeichnet. Von den Stimmen der Bürger angetrieben stimmte die Regierung allen Forderungen der Bewegung zu. Bislang ist das Versprechen allerdings noch nicht umgesetzt worden. Die Times of India nannten Avaaz eine "Schlüsselfigur" in der Anti-Korruptionsbewegung.

Erfolg gegen die Zensur

#1 Redefreiheit in Italien

März 2011

Als Silvio Berlusconi zunehmend unbeliebter wurde und außerdem des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen angeklagt war, versuchte er seine Kritiker mundtot zu machen und boxte ein lächerliches Zensurgesetz durchs Parlament. Doch Avaaz-Mitglieder in Italien schlugen zurück - mit 70.000 Petitions-Unterschriften und Tausenden Telefonanrufen beim Parlament kurz vor der Abstimmung. Berlusconi ging als Verlierer heraus. In Italien siegte die Demokratie.

2011

07

Millionen

Mitglieder

Ein Massaker verhindert

#1 Menschenleben in Libyen gerettet

März 2011

Als der arabische Frühling in Libyen losging, drohte Muammar Gaddafi, die Stadt Bengasi vollständig zu vernichten. Doch Avaaz-Mitglieder taten sich zusammen, um ihn zu stoppen. Am Tag vor der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat forderte Avaaz mit einer Million Nachrichten das Einfrieren der Vermögenswerte und Schutzmaßnahmen. Ein Massaker wurde verhindert. Die US-Botschafterin der UNO, die sich zunächst quer stellte, bedankte sich öffentlich für unsere Kampagne.

"@Avaaz Unterzeichner: Vielen Dank. UN-Sicherheitsrat hat die Gewalt in #Libyen verurteilt und Schutz der Zivilisten gefordert

US-Botschafterin Susan Rice

Korruptionsbekämpfung in Spanien

#1 Ein Engel in Spanien

März 2011

In Zusammenarbeit mit den unermüdlichen "Indignados" zogen spanische Avaazer die weltweite Aufmerksamkeit auf sich: Mit schauspielerischen Aktionen und 100.000 Unterschriften forderten sie, dass korrupte Politiker von den Wahlen ausgeschlossen werden. Unsere harte Arbeit löste eine dringend notwendige nationale Debatte zur Bestechung von Beamten aus. Und Avaaz wurde von einer spanischen Zeitung zum "Engel des Tages" erklärt.

Das harte Vorgehen enthüllen

#1 Keine Formel 1 in Bahrain

Februar 2011

Die repressive Führungsriege in Bahrain dachte, sie könne hart gegen demokratische Proteste vorgehen und dennoch den begehrten Formel 1 Grand Prix ausrichten. Doch 500.000 Avaaz-Mitglieder sagten nein, schlugen Alarm und forderten die Formel 1 dazu auf, einen Rückzieher zu machen und sich auf die Seite der Demonstranten zu stellen, die auf der Straße erschossen wurden.

Es folgte ein wahrhaftiger Sturm in sozialen Netzwerken, bei dem über 20.000 Nachrichten auf die Seiten der Formel 1 Teams bei Facebook und Twitter gepostet wurden. Wir nahmen dann Kontakt zu dem legendären Rennfahrer Damon Hill auf, der sich auch auf unsere Seite stellen wollte. Die Avaaz-Kampagne wurde in Medienartikeln aus aller Welt erwähnt (New York Times, AFP, Reuters, ESPN) und unsere Sprecher gaben Interviews bei CNN, BBC und vielen großen Netzwerken. Die Formel Eins wollte die Grausamkeiten in Bahrain mit einem vorgetäuschten Bericht vertuschen, doch Avaaz erhielt einen Leak des Berichts und sendete ihn an die Presse. Die Geschichte zog immer größere Kreise, bis die Formel Eins Team sich endlich aus dem Rennen zogen und den Formel-1-Chefs keine andere Wahl ließen, als zu stornieren. Hier sehen die Animation von Avaaz zu der Kampagne.

Globale Gerechtigkeit

#1 Mubaraks Milliarden sicherstellen

Februar 2011

Als Hosni Mubarak die Macht in Ägypten verlor, versuchte er, seine gestohlenen Milliarden mitzunehmen. Doch innerhalb weniger Tage haben mehr als eine halbe Million von uns die G20-Finanzminister mit einer Petition dazu aufgefordert, seine Milliarden sofort einzufrieren.

Als sich die Minister in Paris trafen, haben wir unsere Botschaft mit einer riesigen "Protest-Pyramide" vor dem Eiffelturm übergeben. Wenige Wochen später haben die EU und andere Länder das Vermögen Mubaraks und seiner Berater eingefroren. Avaaz arbeitet jetzt daran, gestohlene Vermögenswerte von anderen gestürzten Tyrannen zu sichern und das Sanktionssystem der EU zu verbessern, in dem es zahlreiche Schlupflöcher für Diktatoren gibt.

Fairness in den Medien

#1 Echte Nachrichten für Kanada

Februar 2011

Konservative Beamte und Unternehmer hatten in Kanada an der Einrichtung eines propagandistischen TV-Netzwerks im Stil von Rupert Murdoch gearbeitet. Doch als sie anfingen, die nationalen journalistischen Standards mit falscher oder irreführender Berichterstattung zu untergraben, entstand eine riesige Protestwelle. Über 100,000 kanadische Avaazer unterzeichneten dagegen und dann wurde der skandalöse Vorschlag, die ausgewogene Berichterstattung zu untergraben, zurückgezogen.

2011

07

Millionen

Mitglieder

Schutz des Amazonas

#1 Verheerender Mega-Damm am Amazonas blockiert

Februar 2011

Der geplante Bau des Belo Monte-Staudamms, - eine sich anbahnende Umweltkatastrophe - ist hinausgeschoben worden. Das ist teils darauf zurückzuführen, dass indigene Völker auf spektakuläre Weise über 600.000 Unterschriften von Avaazern aus Brasilien und dem Rest der Welt übergeben haben. Nun hat sich auch die Organisation Amerikanischer Staaten gegen das Projekt gestellt und sagt, es verletze die Menschenrechte. Es entsteht immer mehr Druck, das Projekt zu streichen und stattdessen das Augenmerk auf saubere, erneuerbare Energiequellen zu richten.

Für die Demokratie

#1 Weltweite Solidarität mit Ägypten

Februar 2011

Bei ihrem Einsatz für die Befreiung vom Mubarak-Regime haben die Ägypter die Welt in ihrer dunkelsten Stunde um Solidarität gebeten – und Avaaz-Mitglieder haben auf den Appell reagiert. 600.000 von uns aus aller Welt unterzeichneten Botschaften der Unterstützung, die von Al Jazeera direkt auf dem Tahrir-Platz übertragen wurden. So konnten wir eine Bewegung, die von Hoffnung angetrieben war, in Zeiten der Gewalt und Ungewissheit unterstützen.

2010

07

Millionen

Mitglieder

Stille Krisen

#1 Südafrika konfrontiert "Korrekturvergewaltigungen"

Dezember 2010

In Südafrika gibt es eine entsetzliche Praxis: Die Vergewaltigung lesbischer Frauen, um sie "heterosexuell" zu machen. Als eine Gruppe in Südafrika die Regierung mit einer Petition aufforderte, das Problem der "Korrekturvergewaltigungen" anzugehen, wurde sie ignoriert. Doch als 170.000 Unterschriften erreicht waren, ist unsere Gemeinschaft - zusammen mit anderen Aktivistengruppen - in Aktion getreten. Die Regierung hat das bemerkt und nachdem fast eine Million von uns unterzeichnet hatten und die Kampagne in den Medien war, versprach die Regierung, diesen schrecklichen Verbrechen vorzubeugen.

Nahrungsmittelsicherheit

#1 Keine Gentechnik bei Lebensmitteln in der EU

Dezember 2010

Über eine Million Menschen aus jedem Land der EU haben an der allerersten Europäischen Bürgerinitiative teilgenommen - ein Prozess, mit dem Bürger offizielle Petitionen einreichen können, die eine Antwort erfordern. Avaaz-Mitglieder forderten, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen ab sofort nicht mehr in die EU gelangen dürfen - und zwar so lange, bis objektive Studien, die nicht von der Industrie beeinflusst sind, deren Unbedenklichkeit beweisen können. Diese Initiative hat EU-Beamten ganz klar gezeigt, dass Europa sich keine bedenklichen Lebensmittel aufzwingen lässt.

Eine starke Stimme

#10 Hilton Hotels gegen Sex-Sklaverei

Oktober 2010

Jahrelang haben Hilton Hotels den weltweiten Vergewaltigungshandel ignoriert. Die Hotelkette sah sich nicht in der Verantwortung, Frauen und Kinder in ihren Hotels in vollem Umfang zu schützen. Über 317.000 Avaaz-Mitglieder sahen das anders und haben dem Geschäftsführer von Hilton mit einer Anzeigenkampagne in seinem Heimatort gedroht, wenn er seinen Kurs nicht ändert.

Vier Tage später kam die Einwilligung: Die Hotelkette versprach, ihre 180.000 Angestellten darin zu schulen, Sex-Sklaverei zu erkennen und zu verhindern. Hilton hat zugehört und gehandelt und ist jetzt die führende Hotelkette auf diesem Gebiet.

Die Stimmen der Bürger

#1 Millionen für den Klimaschutz

2007-2010

Seit unserer ersten Klimakampagne im Jahr 2007 hat Avaaz Millionen von Unterschriften zum Klimaschutz an zuständige Politiker überreicht - darunter die Umweltminister der G8-Staaten und die Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Deutschland und Japan.

Riesige Postkarten, die Entscheidungsträger zur Teilnahme am Klimagipfel einluden, wurden beim G8-Gipfel 2009 in L'Aquila an den britischen Premierminister und andere Delegationen übergeben. Außerdem gab es in Kopenhagen außergewöhnliche Szenen, als Jugendliche aus aller Welt mit einem Sitzstreik eine Petition überreichten – und die Namen von 15 Millionen Unterzeichnern vorlasen, die ein gerechtes, ambitioniertes und verbindliches Klimaabkommen forderten.

Hilfe für die Menschen

#1 Fluthilfe in Pakistan

August 2010

Ein Fünftel des Landes stand unter Wasser und Millionen Menschen waren obdachlos und dringend auf Hilfe angewiesen. Die Avaaz-Mitglieder zögerten nicht lange. In nur drei Tagen haben wir gemeinsam 300.000 Dollar gespendet und es nicht dabei belassen: Insgesamt wurden fast eine Million Dollar direkt an vertrauenswürdige Partner vor Ort weitergegeben. Jeder Cent, der gespendet wurde, kam Menschen in Pakistan zugute, die in Not waren.

Kritische Masse

#1 Brasilien: "Ficha Limpa"

Juli 2010

Ficha Limpa, das Gesetz der "reinen Weste", war ein mutiger Vorschlag: Menschen, die zuvor wegen Korruptionsverbrechen verurteilt wurden, sollen in Brasilien nicht für ein öffentliches Amt kandidieren dürfen. Doch viele sagten, das Gesetz würde niemals verabschiedet werden. Avaaz-Mitglieder starteten die größte Online-Kampagne, die es in Brasilien je gegeben hatte, zu der eine Petition mit zwei Millionen Unterschriften, über 500.000 Online-Aktionen und Zehntausende Telefonanrufe zählten.

Mit unseren vereinten Kräften konnten wir immer wieder gegen korrupte Kongressmitglieder anhalten, die das Gesetz mit allen Mitteln versenken wollten. Wir konnten jeden einzelnen Versuch abwehren. Nicht nur wurde das Gesetz im Kongress verabschiedet - über 330 Amtskandidaten wurden außerdem wegen ihres unmoralischen Verhaltens disqualifiziert. Fortan werden wir Ficha Limpa gegen korrupte Mächte verteidigen. Sollten diese hinter dem Gesetz her sein, sind wir bereit, in Aktion zu treten.

„Nie zuvor war ich so stolz auf die Menschen in Brasilien! Mein Glückwunsch gilt allen, die unterzeichnet haben. Heute fühle ich mich wie ein echter Bürger mit politischer Macht."

Ein brasilianisches Avaaz-Mitglied

Die Stimme für die Freiheit

#1 Italien: Legge Bavaglio

Juli 2010

Mit dem "Legge Bavaglio" (Knebelgesetz) sollte das italienische Rechtssystem daran gehindert werden, Kriminalität und Korruption zu bekämpfen. Es hatte Redakteure und Journalisten mundtot machen können und drakonische Strafen gegen diejenigen verhängt, die Politiker zur Rechenschaft ziehen. Doch mit den Stimmen von 340.000 italienischen Bürgern haben Avaazer dieses Gesetz gestoppt und das Parlament zum ersten Mal in der Geschichte mit dem Einsatz von Bürgerstimmen zu einem Kurswechsel gebracht.

„Zwischen den Menschen und der Politik hat sich eine Verbindung aufgetan - eine Distanz die unüberbrückbar schien ist für einen Augenblick überbrückt worden."

Professor Stephano Radotà, Jurist und Kolumnist bei La Repubblica

Weltweiter Einsatz

#1 Schutz der Wale

Juli 2010

Im Jahr 2010 veröffentlichte die Internationale Walfangkommission einen Vorschlag, der das Schlachten und den Verkauf von Walen legalisieren sollte. Das jahrzehntelange Walfangverbot wäre damit praktisch gekippt worden. Mit einer riesigen Kampagne haben Avaaz-Mitglieder das Vorhaben angefochten - 1,3 Millionen Menschen aus aller Welt unterzeichneten die Petition. Sie wurde der Walfangkommission vor den Augen der Presse überreicht. Der Vorschlag kam nicht durch und das Walfangverbot wurde aufrechterhalten.

Es war ein großer Erfolg für die Wale, doch Japan und andere Länder nutzen nach wie vor Schlupflöcher aus. Um dauerhaft zu gewinnen, müssen wir alle zusammenarbeiten, um die Kommission zu stärken und reformieren. Außerdem müssen wir in den Ländern mobilisieren, die den Walfang befürworten.

2010

05

Millionen

Mitglieder

Starke Wirkung

#1 Die Ozeane retten

April 2010

Großbritannien hat angekündigt, dass es die weltweite Fläche der Meeresschutzgebiete verdoppeln will - und zwar mit einem riesigen neuen Schutzgebiet, das größer ist als Deutschland und Italien zusammen. In der öffentlichen Anhörungsphase vor der Entscheidung, haben Avaaz-Mitglieder mehr als 85 Prozent der Stellungnahmen beigesteuert. Sie forderten ein Verbot des kommerziellen Fischfangs und Unterstützung für die Rechte der Inselbewohner.

Das britische Außenministerium erwähnte die „über 221.000 Antworten von Avaaz-Mitgliedern... aus 223 Ländern" in seiner Ankündigung. Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Doch wir müssen den Druck aufrechterhalten, um für die Inselbewohner in Chagos und Mauritius ein gerechtes Ergebnis zu erzielen – und die Meere noch stärker vor Überfischung zu schützen.

Trendwende

#1 Bedrohte Elefanten

März 2010

Trotz der Bedrohung durch Wilderer und Habitatverluste, waren Elefanten nicht auf der Liste gefährdeter Arten. Doch dann haben 500.000 von uns aus aller Welt zusammen mit der African Elephant Coalition Stellung bezogen. Nach einer nervenaufreibend knappen Abstimmung und einem letzten Kraftakt mit Partnern vor Ort, konnten wir bei der UN-Konferenz zu gefährdeten Arten schließlich den Schutz der Elefanten sichern.

„Die Petition hat zweifelsohne etwas bewirkt und dazu beigetragen, dass für Elefanten auf der ganzen Welt das richtige Ergebnis erzielt wurde."

Der Vorsitzende des „Species Survival Network"

Gerechtigkeit für alle

#1 Siedlungen bauen, Frieden zerstören

März 2010

Der israelische Premierminister Netanyahu lies die von den USA geleiteten Friedensverhandlungen entgleisen, als er Pläne für weitere Siedlungen in besetzten palästinensischen Gebieten ankündigte. In Reaktion darauf hat Avaaz deutlich gezeigt, dass die Weltöffentlichkeit gegen den Siedlungsbau und für eine gerechte Zweistaatenlösung ist. Mit einer Meinungsumfrage und Medien-Aktionen haben wir dazu beigetragen, die Position Obamas vor einem entscheidenden Treffen der beiden Staatschefs zu stärken. Hier finden Sie ein Video dazu.

Grundwerte

#1 Anti-Homosexuellen-Gesetz in Uganda

Februar 2010

Avaaz hat mit Kirchenoberhäuptern und Menschenrechtsaktivisten unglaublichen Widerstand gegen einen Gesetzesentwurf aufgebaut, der homosexuelle Ugander mit dem Tod bestrafen sollte. Wir überreichten dem Sprecher des ugandischen Parlaments 450.000 Unterschriften. Die Übergabe bestand aus einem einstündigen Treffen und einer Pressekonferenz und sorgte für nationale und internationale Schlagzeilen – unter anderem beim Daily Monitor, der BBC und der VOA.

Im Parlament sollte der Gesetzesentwurf eigentlich im Februar 2010 zur Debatte stehen. Doch angesichts des nationalen und internationalen Drucks hat die offizielle Diskussion immer noch nicht begonnen. Manche gehen davon aus, dass man den Entwurf einfach im Ausschuss einschlafen lassen wird. Dies wäre ein stiller, aber außergewöhnlicher Erfolg für die Menschenrechte.

Avaaz arbeitet weiterhin eng mit Verbündeten zusammen, um ein Auge auf den Entwurf zu halten – wir stehen in den Startlöchern, sollte er wieder an Zugkraft gewinnen.

Mitgefühl in Krisensituationen

#1 Wiederaufbau in Haiti

Januar 2010

Das riesige Erdbeben in Haiti legte das Land in Schutt und Asche. Tausende von uns haben über 1,3 Millionen Dollar für Hilfs- und Rettungsarbeiten gespendet - die Gelder wurden an bemerkenswerte Gruppen vor Ort weitergeleitet, um für lebensrettende Ausrüstung, Unterkünfte und Medikamente zu sorgen.

Doch die Krise erforderte noch mehr Einsatz. In den darauffolgenden Wochen unterschrieben Hunderttausende Avaaz-Mitglieder eine globale Petition, um einen Schuldenerlass in Höhe von einer Milliarde Dollar zu fordern, die Haiti reichen Ländern schuldete. Sehen Sie sich das Video über unsere Arbeit an.

Den Weg weisen

#1 Kopenhagener Klimagipfel

Dezember 2009

Unsere Politiker haben nicht Geschichte geschrieben – die Menschen dieser Welt jedoch sehr wohl. Ein Jahr lang konnten wir mit Klimaaktionen ungeahnte Höhepunkt feiern – seien es Kundgebungen und Proteste, Tausende von Mahnwachen, Hunderte von Telefonanrufen oder Millionen von Unterschriften.

Zwar konnten die Politiker kein Abkommen erreichen, um einen unkontrollierbaren Klimawandel zu verhindern, doch die Menschen haben dafür eine Bewegung aufgebaut, die unseren Planeten retten kann. Hier finden Sie Bilder, Videos und Nachrichten aus aller Welt nach dem Gipfel – und halten Sie weiterhin nach Avaaz Aktionen Ausschau, um den Kampf gegen den Klimawandel fortzuführen.

Sprechen und gehört werden

#1 Die Welt ernähren

November 2009

Angesichts der dramatisch steigenden Nahrungsmittelpreise, richtete die Außenministerin von Sierra Leone, Zainab Bangura, einen Video-Appell an die Avaaz-Mitglieder und bat sie darum, Handlungsdruck auf die Regierungen auszuüben. Über 360.000 Mitglieder haben geantwortet und eine Petition unterschrieben, die bei einem dringenden Ernährungsgipfel in Rom an den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon übergeben wurde.

Die Geberländer reagierten auf den internationalen Druck, versprachen Milliarden für Lebensmittelnothilfe und schlossen sich einem Prozess an, die Agrarpolitik zu überdenken. Im Juli 2010 haben die G8-Staaten zugesagt, die „Kompatibilität der Politik für eine nachhaltige Produktion und Verwendung von Biokraftstoffen mit Ernährungssicherung“ zu gewährleisten. Es war ein wichtiger Schritt, doch um dieses Versprechen in die Tat umzusetzen, ist noch mehr Druck nötig.

2009

04

Millionen

Mitglieder

Weltweiter Klima-Aktionstag

#1 Der weltweite Klima-Weckruf

21. September 2009

Im Jahr 2009 haben sich Avaaz-Mitglieder und Partnerorganisationen zusammengetan, um weltweiten Entscheidungsträgern einen ohrenbetäubenden Klima-Weckruf zu senden. Mit über 2.600 Events in 135 Ländern forderten wir, dass sich die Klimapolitik ändert und das Wohlergehen unseres Planeten erst genommen wird.

Mit Plakaten, Sprechchören und kreativen Demos zeigten wir der Welt, dass die Uhr tickt, die Alarmglocken läuten und Taten gefordert werden. Weder die Presse noch die Politiker konnte unseren Aufruf ignorieren. Es war ein unbeschreibliches Event - dieses Video vermittelt einen guten Eindruck davon.

Kreativer Idealismus

#1 Folter, Guantanamo und die USA

September 2009

Weltweite Aufrufe zur Abschaffung der Folter inspirierten Avaaz dazu, eine Anzeigenkampagne in der Washingtoner U-Bahn zu starten. Tausende Avaaz-Mitglieder aus aller Welt spendeten für die Plakate. Sie sollten die politischen Entscheidungsträger daran erinnerten, dass Folter illegal und unethisch ist - und dass sie ein wichtiger Bestandteil der Rekrutierungsstrategie von Al-Qaida ist. Unsere Botschaft und die unkonventionelle Überlieferung wurden von Zeitungen wie der Washington Post und dem Spiegel aufgegriffen und in der US-Hauptstadt war unser Aufruf zur Schließung Guantanamos in aller Munde.

Schutz des Regenwalds

#1 Die Lungen unseres Planeten

Juni 2009

Im Jahr 2009 stand Brasilien kurz davor, ein Gesetz zu verabschieden, dass der Agrarwirtschaft einen großen Teil des Amazonas-Regenwaldes zur Ausbeutung überlassen hätte. Innerhalb von zwei Tagen haben Avaaz-Mitglieder in Brasilien Präsident Lula mit 14.000 Anrufen und 30.000 Online-Nachrichten überflutet. In letzter Minute hat sich der öffentliche Druck ausgezahlt. Wir konnten das Gesetz stoppen und den Wald retten.

Von Menschen für Menschen

#5 Die Blockade in Burma brechen

Mai 2009

Der Zyklon Nargos riss in Burma fast 200.000 in den Tod. Und die regierenden Generäle erschwerten die Sache noch: Sie verbaten allen internationalen Hilfsarbeitern, Medikamente, Lebensmittel und andere Nothilfegüter ins Land zu bringen. Die Blockade forderte Menschenleben und deshalb haben wir Kontakt zu Freunden in burmesischen Mönchs-Netzwerken aufgenommen, um herauszufinden, wie unsere Gemeinschaft helfen könnte.

In nur zehn Tagen spendeten über 25.000 Menschen aus 125 Ländern insgesamt 2 Millionen US-Dollar, um die Hilfsaktionen der Mönche zu unterstützen. So konnten Hilfsgüter an diejenigen verteilt werden, die in größter Not waren. Wir haben mehr Geld gespendet als die meisten Regierungen, und das mit Hilfe von reaktionsschnellen lokalen Netzwerken.

„Während sich Aufmerksamkeit der Welt darauf richtete, dass die Militär-Junta keine ausländische Hilfe zulassen wollte, waren burmesische Bürger und Mönche damit beschäftigt, Hilfe zu leisten, von der heute viele meinen, sie habe eine Hungerkatastrophe verhindert."

Slate.com

Der Schrei nach der Wahrheit

#1 Schweinegrippe und Massentierhaltung

Mai 2009

Nach dem Ausbruch der H1N1-Epidemie, sagte ein WHO-Wissenschaftler Avaaz, dass erforscht werden müsse, welche Rolle die Massentierhaltung bei der Verbreitung des Virus gespielt haben könnte. Das Problem: Die Lobby der Massentierhaltung hatte jahrelang die Forschung blockiert. Dann ist Avaaz in Aktion getreten. Wir haben eine Schweineherde aus Pappkartons zur Weltgesundheitsorganisation gebracht, um die 225.000 Unterschriften für angemessene Forschung zu repräsentieren.

Der Leiter der WHO für Lebensmittelsicherheit und Zoonosen war zunächst skeptisch, änderte dann aber seine Meinung und stimmte zu, dass weltweite Verordnungen ausschlaggebend sind. Im Einsatz für angemessene Forschung und Verordnungen war dies nur der erste Schritt. Avaaz wird sich weiterhin stark für verstärkte Regulierungen einsetzen. Hier finden Sie Fotos und einen Bericht über die Aktion (auf Englisch).

Eine Gemeinschaft der Hoffnung

#1 Ein weltweiter Händedruck

Mai 2008

Über 2000 Avaaz-Mitglieder in "One China"-T-Shirts schüttelten sich die Hände und bildeten damit eine Kette vom Dalai Lama bis zur chinesischen Botschaft in London – eine handfeste Geste des guten Willens, die in einer Kundgebung und einem Moment der Stille für die Erdbebenopfer in Sichuan ihren Höhepunkt fand. Tausende von Avaaz-Mitgliedern waren online dabei, zündeten virtuelle Kerzen für die Überlebenden des Erdbebens an und spendeten Geld für Zelte und andere Hilfsgüter. Sehen Sie sich das Video. Man kann es kaum in Worte fassen, doch dieses Video vermittelt einen Eindruck davon.

2008

03

Millionen

Mitglieder

Sofortreaktion

#1 Dialog mit dem Dalai Lama

April 2008

Als Reaktion auf Chinas brutales Vorgehen bei den Protesten in Tibet im März 2008, haben Avaaz-Mitglieder eine der bislang größten globalen Online-Petitionen ins Leben gerufen. Über 1,5 Millionen Menschen forderten einen echten Dialog zwischen China und dem Dalai Lama. Die Petition wurde persönlich an chinesische Beamte übergeben und außerdem öffentlich bei einem globalen Aktionstag präsentiert, in Abstimmung mit tibetanischen Interessenvertretern aus aller Welt.

Nach diesem Aufruf nahm China die Gespräche mit dem Dalai Lama wieder auf – Berichten zufolge aufgrund des internationalen Drucks. Doch unsere Gemeinschaft hat hier nicht aufgehört, sondern Tibet auch weiterhin unterstützt. Avaazer haben gemeinsam 150.000 Dollar für die Kampagne zur "Rettung der Olympiade" gespendet und vor den Spielen der Propaganda gegen Tibet entgegenwirkt.

Vernetzte Politik

#1 Echte Demokratie in Simbabwe

März 2008

Nach den vorgetäuschten Wahlen im Jahr 2008 startete Avaaz eine Kampagne für echte Demokratie und Menschenrechte in Simbabwe. 15.000 Avaaz-Mitglieder drängten den südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki - einen Verbündeten Mugabes - dazu, sich für demokratische Reformen starkzumachen. Wir flogen ein riesiges Banner über das Hauptquartier der UNO in New York. Die Aufschrift: „Mbeki, Zeit zu handeln: Demokratie für Simbabwe." Nach monatelanger Gewalt und politischen Turbulenzen unterschrieb Mugabe ein Abkommen zur Machtteilung mit dem Oppositionsführer Morgan Tsvangirai. Die Probleme in Simbabwe sind längst nicht beseitigt, doch Avaaz wird sich weiterhin für echten demokratischen Wandel einsetzen.

2007

01

Millionen

Mitglieder

Solidarität und Strategie

#1 Aufstand in Burma

Oktober 2007

Als Mönche und Demonstranten in Rangun für Demokratie auf die Straße gingen, wurden sie von Avaaz-Mitgliedern dabei unterstützt. Über 800.000 Mitglieder aus aller Welt haben China und den UN-Sicherheitsrat mit einer Petition dazu gedrängt, gegen das harte Vorgehen der burmesischen Junta Stellung zu beziehen und Friedensgespräche einzuleiten. Avaaz hat diese Botschaft öffentlich dem damaligen britischen Premierminister Gordon Brown überreicht und Verantwortliche in China, Singapur und der EU dazu gedrängt, eine klare Haltung einzunehmen. Außerdem haben 50.000 Menschen an einer Boykott-Aktion gegen Chevron und Total Oil teilgenommen, weil diese Geschäfte mit dem Regime machten.

Stop the Clash

#1 Frieden im Nahen Osten

März 2007

Ein friedliche, gerechte Zweistaaten-Lösung in Israel und Palästina unter Achtung der Menschenrechte auf beiden Seiten – das wird von der Öffentlichkeit und von Avaaz-Mitgliedern aus aller Welt unterstützt. Um dieses Ziel zu fördern, hat Avaaz ein Video namens "Stop the Clash" produziert. Es wurde auf neun Sprachen 2,5 Millionen Mal angeschaut, von YouTube zum "Politischen Video des Jahres 2007" gewählt und weltweit auch im Fernsehen ausgestrahlt. Hier können Sie es anschauen.

Innovation

#1 Frieden für Iraker, von Irakern

Januar 2007

Bei der allerersten Avaaz-Kampagne haben 87.000 "virtuelle Demonstranten" gegen die militärische Eskalation im Irak an einem friedlichen Protestmarsch in Washington DC teilgenommen. Zusammen mit Mitgliedern vor Ort und internationalen Experten hat Avaaz einen "NEUEN" Plan entwickelt, um den Krieg zu beenden: Parteiübergreifende Verhandlungen mit internationalen Vermittlern und den Abzug der US-Truppen in einem Zeitrahmen, der den Wünschen der irakischen Bevölkerung entspricht. Der neue Plan wurde im Mai 2007 übergeben.

Wir haben außerdem mit sunnitischen, schiitischen und kurdischen Parlamentariern an einer internationalen Kampagne gearbeitet. Diese sollte den Irak in dem Recht unterstützen, über seine eigenen Ölreserven zu entscheiden, anstatt dem Zwang anderer Regierungen und Konzerne zu unterliegen.

Viele Kampagnen werden von Avaaz-Mitgliedern gestartet. Es geht ganz einfach - klicken Sie hier, um Ihre eigene Kampagne zu starten, zu irgendeinem Thema - ob regional, national oder global.

Image