Avaaz Highlights
Highlights der 4,9 Millionen starken, globalen Bürgerinitiative, gestartet im Januar 2007
Avaaz verfolgt eine einfache, demokratische Mission: das Schließen der Lücke zwischen der Welt, wie sie ist, und der Welt, wie sie sich die meisten Menschen überall wünschen.
Die Herausforderungen sind riesig – aber zusammen, und Stück für Stück, verändern wir die Welt.
Nachfolgend eine Highlights aus den bisherigen Avaaz-Kampagnen.

(Klicken Sie hier für Medien-Berichterstattung über Avaaz-Kampagnen oder für weitere Informationen über Avaaz)

NATUR | KATASTROPHENHILFE | KLIMA | BURMA | TIBET|
KORRUPTION | MENSCHENRECHTE | FRIEDEN | NAHRUNG & LANDWIRTSCHAFT | UND VIELES MEHR

NATUR


 
Rettet die Meere - Ein großer Sieg! Großbritannien verkündete seinen Plan, die weltweite Fläche der Meeresschutzgebiete zu verdoppeln mit einem riesiegen neuen Schutzgebiet, größer als Deutschland und Italien zusammen (April 2010). Während der Phase der öffentlichen Anhörungen vor der Entscheidung, haben Avaaz-Mitglieder mehr als 85% der Stellungnahmen beigesteuert, auf ein Verbot des kommerziellen Fischfangs gedrungen und sich für die Rechte der Inselbewohner eingesetzt.

Großbritanniens Außenministerium führt die "über 221.000 Stellungnahmen, koordiniert von Avaaz... aus 223 Ländern" in seiner Bekanntmachung an.

Das ist ein großer Schritt vorwärts, aber ein fortwährender Druck ist notwendig, um ein gerechtes Ergebnis für Chagos-Insulaner und Mauritius zu sichern – und die Meeres vor einer weiteren Überfischung zu schützen.




Elefanten – Da die Elefanten in großer Gefahr waren, haben weltweit 500.000 von uns die African Elephant Coalition mit ihrer Hilfe unterstützt – und nach einer a nervenzerreißend knappen Abstimmung und einem finalen Druck zusammen mit Partnern, schließlich den Schutz für die Elefanten erreicht bei einer UN-Sitzung über gefährdete Arten (März 2010).

Der Vorsitzende des „Species Survival Network“ sagte: „Die Petition, kein Zweifel, hat etwas bewirkt und dazu beigetragen, dass für alle Elefanten das richtige Resultat erzielt werden konnte."










Brasilianischer Regenwald – An der Schwelle eines wichtigen Entscheidungszeitpunktes im Juni 2009, haben Avaaz-Mitglieder in Brasilien innerhalb von zwei Tagen 14.000 Anrufe und 30.000 Online-Nachrichten an das Büro von Präsident Lula geschickt.

Kurz vor Toresschluss hat der öffentliche Druck erfolgreich ein Gesetz gekippt das großes Teile des Amazonas-Regenwaldes zur Ausbeutung an die Agragindustrie übergeben hätte (Juni 2009). Ein großer Sieg für Brasilien, und für unseren Planeten da das Amazonas-Gebiet enorme Mengen jener Treibhausgase aufnimmt, die für die Erwärmung des Klimas verantwortlich sind. (Für weitere Informationen zu Klima-Kampagnen, klicken Sie bitte hier.)
 

EMERGENCY RESPONSE

Verteilung von Nahrungsmittelhilfe in provisorischen Lagern in Mariani.  
Hilfe für Haiti – Tausende von uns haben mehr als 1,3 Millionen US-Dollar für Hilfe und Wiederaufbau nach dem Erdbeben in Haiti im Januar 2010 gespendet, und damit den großartigen Organisationen vor Ort geholfen, lebenswichtige Nahrungsmittel, Unterkünfte und medizinische Versorgung bereitzustellen.

Danach haben wir eine Petition für einen Schuldenerlass auf den Weg gebracht und damit einen globalen Vorstoß unterstützt, der Haiti schließlich einen Schuldenerlass in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar zusicherte.

Sehen Sie sich das erstaunliche Video über unsere Arbeit an.
 


CLIMATE

















 
Klimagipfel in Kopenhagen (Dez. 2009) - Die Politiker haben keine Geschichte geschrieben – die Menschen dieser Welt sehr wohl. Ein Jahr mit beispiellosen Aktionen zum Thema Klimawandel erreicht seinen ungeahnten Höhepunkt – mit Tausenden von Mahnwachen, Kundgebungen und Protesten, Hunderttausenden von Anrufen und Millionen von Petitions-Unterschriften.

Während es die Politiker nicht geschafft haben, ein dringend benötigtes Abkommen herbeizuführen, um den galoppierenden Klimawandel aufzuhalten, haben die Menschen eine Bewegung aufgebaut, die den Kampf zur Rettung unseres Planeten gewinnen kann. Klicken Sie, um Bilder, Videos und Nachrichten aus aller Welt nach dem Gipfel zu sehen – und bleiben Sie auf Empfang für weitere Avaaz-Klima-Kampagnen in diesem Jahr!


Wake-Up Call - Am 21. September 2009 haben wir uns bei mehr als 2600 Events in 135 Ländern rund um den Erdball, zusammengetan, um einen ohrenbetäubenden Wake-Up Call zum Klimawandel an die Politiker dieser Welt zu senden. Die Medien haben ausfürhlich über die atemberaubende Kreativität und Vielfalt von Avaaz-Mitgliedern und Partnerorganisationen berichtet und unsere Botschaft den Politikern dieser Welt nahe gebracht. Mit Worten kann man es nicht beschreiben – dieses Video kommt dem schon eher in die Nähe.

Petitionen – Seit die Klima-Kampagne im Jahr 2007 ins Rollen gebracht wurde, hat Avaaz Millionen von Klima-Petitions-Unterschriften an die zuständigen Politiker übergeben, unter anderem an die Umweltminister aller G8-Staaten und an die Staatschefs von Brasilien, Deutschland und Japan.

Riesige Postkarten, die die Staatschefs zur Teilnahme am Klimagipfel einluden, wurden beim G8-Gipfel 2009 in L'Aquila an den Britischen Premierminister übergeben (siehe Channel 4 News Report). Und es gab außergewöhnliche Szenen in Kopenhagen, als Jugendliche aus aller Welt eine von Avaaz und seinen Partnern in der TckTckTck-Koalition organisierte Petition übergaben – und die Namen von 15 Millionen Menschen laut vorlasen und ein faires, ambitioniertes und verbindliches Klimaabkommen forderten.


Zeitungsanzeigen – Finanziert durch Tausende kleiner Spenden, vielbeachtete Medien-Kampagnen haben den weltweiten Aufruf zum Handeln beim Klimaschutz verstärkt. Eine ganzseitige "Cli-Matrix"-Anzeige in der Financial Times, übergeben an die Delegierten beim Kopenhagener Klimagipfel, zeigte Staatschefs als Filmhelden und ermahnte sie, "den Kampf zur Rettung der Welt zu finanzieren".

Während des G8-Gipfels in Hokkaido (2008) erschien eine satirische Anzeige mit den Hello Kitty Cartoon-Charakteren, die Kanada, Japan und die USA ins Visier nahm, und über die in der New York Times, der CBC, der Nikkei Business Daily und anderen Magazinen weltweit berichtet wurde.

Auf dem Höhepunkt der UN-Klimaverhandlungen 2007 UN in Bali wurde a eine ganzseitige Avaaz-Anzeige in der Jakarta Post bei einer ausschlaggebenden japanischen Kabinettssitzung überreicht: Laut Asahi Shimbun-Zeitung, hielt der Umweltminister die Anzeige in die Höhe und fragte den Premierminister: "Wollen wir der Welt zeigen, wie Japan die Ziele für 2020 blockiert?"

Während desselben Gipfels lösten eine der größten Online-Aktionen in der kanadischen Geschichte sowie eine nationale Anzeigenkampagne eine Kehrtwende zugunsten einer Beschränkung von gefährlichen klimaschädlichen Emissionen aus. Kanadas Oppositionsführer filmte eine spezielle Nachricht , in der er ausrief: "Avaaz-Mitglieder korrigieren die schlechte Politik der Regierung. Das ist großartig...! Machen Sie mit bei Avaaz, es funktioniert."


TV-Spots – 2009, auf dem Höhepunkt der Bestrebungen der fossilen Brennstoffindustrie, ein starkes Klimaabkommen zu verhindern, haben Avaaz-Mitglieder einen Werbespot bei Washington DC Television finanziert , der ExxonMobils unaufrichtige Umweltanzeigen parodierte, und damit eine Reaktion seitens des Konzerns auslöste. Im Januar 2007, als noch viele Politiker sich weigerten, die Bedrohung des katastrophalen Klimawandels zur Kenntnis zu nehmen, hat der auf vier Kontinenten lancierte "Avaaz Climate Wake-Up Call" TV-Spot die Botschaft verbreitet.


Und vieles mehr
Avaaz hat stets eng mit Partnerorganisationen zusammengearbeitet, u. a. Oxfam, Greenpeace, Friends of the Earth, dem „Climate Action Network“ und dem „Global Call to Action against Poverty“.
 

 
 


BURMA

 
Aufstand – Als Mönche und demokratische Demonstranten im Oktober 2007 die Straßen von Birma bevölkerten, sind Avaaz-Mitglieder weltweit zu deren Unterstützung aufgestanden.

Mehr als 800.000 Mitglieder aus allen Ländern der Erde haben eine Petition unterzeichnet, die China und den UN-Sicherheitsrat aufforderte, sich gegen das brutale Vorgehen zu stellen, und einen echten Dialog und eine Aussöhnung zu unterstützen – eine Botschaft, die öffentlich an den damaligen Premierminister Großbritanniens, Gordon Brown, übergeben wurde und die durch diplomatische Kanäle und Zeitungsannoncen auch an chinesische Funktionäre gelangte.

Die birmanische Militär-Junta im Blick, haben Tausende von Avaaz-Mitgliedern in Europa erfolgreich auf schärfere ER-Sanktionen gedrungen, mehr als 2000 Mitglieder in Singapur schickten Nachrichten an ihren Außenminister, und forderten eine entschlossenere Haltung. 50.000 Menschen sagten zu, Chevron und Total Oil zu boykottieren, weil diese Geschäfte mit dem Regime machen.

Als die Junta als Teil ihres scharfen Vorgehens Kameras, Mobiltelefone und Internetverbindungen verbot, haben Avaaz-Mitglieder 320.000 US-Dollar gespendet, um die demokratische Bewegung technisch zu unterstützen und zu schulen – Gelder, die im Land durch Partner von Avaaz beim Open Society Institute verteilt wurden.

Avaaz sandte eine Delegation an die thailändisch-birmanische Grenze, die sich mit den wichtigsten Vertretern der Demokratie-Bewegung traf, um eine kluge Verwendung der Unterstützung sicherzustellen.
Klicken Sie hier, um mehr über die Avaaz-Demokratie-Kapamgnen in Birma zu erfahren.
 

 
Birma Zyklon-Hilfe - Als der Zyklon Nargis im Mai 2008 200.000 Menschen in den Tod riss, nahm Avaaz mit seinen Freunden in Mönchsnetzwerken Kontakt auf, um sich zu erkundigen, wie man am besten helfen könne.

Der Vorsitzende der Internationalen Birmanischen Mönchsorganisation appellierte mit einem Video an die Avaaz-Mitglieder. In nur zehn Tagen spendeten mehr als 25.000 Menschen aus über 125 Ländern insgesamt 2 Millionen US-Dollar, um die Hilfebemühungen der Mönche zu unterstützen -- unter Umgehung der von der Militär-Junta verhängten Blockaden gegen internationale Hilfeleistungen. So konnten Medikamente, Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter durch die Zivilgesellschaft direkt an diejenigen verteilt werden, die sie am dringendsten benötigten.

Wie Slate.com später schrieb: "Während sich Aufmerksamkeit der Welt auf den Widerstand der Militär-Junta, ausländische Hilfe zuzulassen, konzentrierte, waren birmanische Bürger und Mönche damit beschäftigt, Hilfe zu leisten, die heute vielerorts als das Verhindern einer Hungerkatastrophe gewertet wird."

Da die Hilfe direkt an bestehende Netzwerke vor Ort geflossen ist, haben Avaaz-Mitglieder, die mehr gegeben haben als die meisten Regierungen dieser Welt, in der entscheidenden Phase unmittelbar nach dem Zyklon, eine maßgebliche Rolle gespielt bei der Unterstützung dieser Aktivitäten. .
 


TIBET





 
Dialog mit dem Dalai Lama – Entzündet durch Chinas brutales Vorgehen bei den Protesten und Unruhen im März 2008 in Tibet, haben Avaaz-Mitglieder die bislang größte globale Online-Petition ins Leben gerufen – einen Aufruf zu einem echten Dialog zwischen China und dem Dalai Lama, die es innerhalb von drei Wochen auf 1,5 Millionen Unterschriften brachte.

Die Petition wurde persönlich an chinesische Funktionäre übergeben, und öffentlich bei einem globalen 84-Städte-Aktionstag, in Abstimmung mit tibetanischen Interessenvertretern aus aller Welt. Nach diesem Aufschrei nahm China die Gespräche mit dem Dalai Lama wieder auf – Berichten zufolge als Reaktion auf den internationalen Druck.

Innerhalb Chinas jedoch haben die weltweiten Proteste und das Medieninteresse eine nationalistische Gegenreaktion hervorgerufen, wobei die staatlichen Medien und die öffentliche Meinung die pro-tibetanische Stimmung als „anti-chinesische“ Bestrebungen gegen die Olymiade brandmarkten. Als Reaktion hierauf lancierte Avaaz eine Aktion "Rettet die Olympiade" , die 150.000 US-Dollar einbrachte, mit denen ein in Mandarinsprache arbeitendes Online-Team und Anzeigen in Publikationen in den chinesischen Überseegebieten finanziert werden konnten.

Gebt dem Frieden die Hand –Avaaz organisierte auch einen globalen Handschlag, bei dem mehr als 2000 Avaaz-Mitglieder in "One China"-T-Shirts eine menschliche Handschlag-Kette vom Dalai Lama bis zur chinesischen Botschaft in London bildeten – eine greifbare Geste des guten Willens, die in einer Kundgebung und einen Moment der Stille für die Erdbebenopfer in Sechuan mündete. Tausende von Avaaz-Mitgliedern waren online dabei , zündeten virtuelle Kerzen für die Überlebenden des Erdbebens an und spendeten Geld für Zelte und andere Hilfsgüter.
 


KORRUPTION

 
Brasilien gegen Korruption – Die Brasilianer haben einen großen Schritt gegen politische Korruption unternommen, indem sie die größte Internet-Bewegung in der brasilianischen Geschichte ins Leben gerufen haben. Rufe nach Lei Ficha Limpa (Null-Vorstrafen-Gesetz) wurden zum Top-Thema auf Twitter (April 2010). Avaaz-Mitglieder haben die Zahl der Petitions-Unterschriften auf mehr als 2 Millionen ansteigen lassen, und damit eine Abstimmung für ein bahnbrechendes Gesetz auf den Weg gebracht, das es Personen, die wegen schwerer Verbrechen verurteilt wurden, verbietet, sich für öffentliche Ämter zu bewerben.

Im Vorfeld der kritischen Abstimmung haben Avaaz-Mitglieder den Druck auf die Kongress-Abgeordneten, Lei Ficha Limpa zu unterstützen, noch einmal erhöht, indem sie Zehntausende Nachrichten geschickt und Tausende Anrufe getätigt haben. Avaaz organisierte auch die Aktion "Sauberer Kongress" Straßentheater mit Eimern, Seife und Wasser, die ein großes Interesse der Medien auf sich zog, unter anderem von Brasiliens meistgesehenem Nachrichtenprogramm.

Trotz wiederholter Warnungen seitens des Vorsitzenden, dass es nicht genügend politische Unterstützung geben könnte, stimmte der Kongress im Mai 2010 einstimmig für eine Verabschiedung des Anti-Korruptions-Gesetztes. Ein unglaublicher Sieg, der uns dem Ziel einer Politik ohne Korruption näher bringt .

Aber Lei Ficha Limpa ist noch nicht Gesetz – während die Vorlage auf die Bewilligung durch den Präsidenten wartet, halten wir den öffentlichen Druck aufrecht, damit Lei Ficha Limpa nicht verwässert oder verfälscht wird.
 


MENSCHENRECHTE





 
Uganda - In einer beispiellosen Demonstration öffentlicher Opposition gegen eine Gesetzesvorlage, die homosexuelle Ugander mit dem Tod bestrafen würde, hat Avaaz mit Kirchenoberhäuptern und Menschenrechtsaktivisten zusammengearbeitet und eine 450.000 Unterschriften starke Petition an den Sprecher des ugandischen Parlaments übergeben – im Rahmen einer stundenlangen Sitzung und einer Pressekonferenz, die national und international Schlagzeilen machte, unter anderem beim Daily Monitor, der BBC und der VOA.

Es wurde erwartet, dass das Parlament im Februar 2010 über die Vorlage berät – aber angesichts des nationalen und internationalen Drucks hat die formale Beratung noch immer nicht begonnen. Einige sagen, dass man die Vorlage vielleicht im Ausschuss einfach einschlafen lässt. Möglicherweise ein stiller, aber außergewöhnlicher Sieg für die Menschenrechte. Avaaz arbeitet weiterhin eng mit seinen Verbündeten zusammen, um die Vorlage zu überwachen – und steht bereit für weitere Aktionen, sollte die Gesetzesvorlage wieder an Boden gewinnen.





USA und Folter – Angeregt durch eine umfassende Rückendeckung für eine Abschaffung der Folter seitens der Weltgemeinschaft und einer klaren Mehrheit der Amerikaner, hat Avaaz in der U-Bahn von Washington DC eine Plakat-Anzeigenkampagne (Sept. 2009) gestartet. Unterstützt von Tausenden Spenden von Avaaz-Mitgliedern aus aller Welt, erinnerten die Anzeigen die politischen Entscheidungsträger daran, dass Folter illegal und unethisch ist, und überdies ein geeignetes Anwerbe-Werkzeug für Terroristenführer Osama bin Laden und sein al-Quaida-Netzwerk.

Unsere ausgefallene Botschaft wurde von den Weltmedien aufgegriffen, unter anderem von der Washington Post und dem Spiegel, und die US-Hauptstadt wurde von unseren An- und Aufrufen, das Militärgefängnis in Guantanamo Bay zu schließen, überflutet.


 













 
Simbabwe – Angespornt durch Aufrufe unserer Mitglieder aus der Region nach den Wahlen im März 2008, startete Avaaz eine Demokratie- und Menschenrechts-Kampagne für Simbabwe. Präsident Robert Mugabe machte keinen Hehl aus seiner Feindseligkeite gegenüber der internationalen Meinung. Daher versuchte Avaaz, den südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki unter Druck zu setzen, ein Hauptverbündeter Mugabes und Mittler zwischen Mugabe und der Opposition.

Als Mbeki den Vorsitz einer UN-Sicherheitsratssitzung inne hatte (wo er sich weigerte, über Simbabwe zu sprechen), haben über 150.000 Avaaz-Mitglieder eine Petition unterzeichnet, und Avaaz flog mit einem 300 Quadratmeter großen Banner über das UN-Hauptquartier in New York – mit dem Text "Mbeki – Zeit zum Handeln: Demokratie für Simbabwe."

Ausführliche Berichterstattung in den Medien in Südafrika und weltweit, u. a. bei BBC, CNN, Reuters, AP und AFP, trug dazu bei, dass die Botschaft bei den Entscheidungsträgern ankam. Am nächsten Tag, und zum ersten Mal, forderte Mbekis Sprecher eine sofortige Veröffentlichung der Wahlrergebnisse.


Während der darauffolgenden Wochen leitete Avaaz eine ganze Reihe von Aktionen (oder nahm daran teil) zur Unterstützung von Demokratie- und Bürgerrechtsgruppen in Simbabwe.

Als sich südafrikanische Dockarbeiter weigerten, eine chinesische Waffenlieferung, die nach Simbabwe gehen sollte, zu entladen, sprach sich Avaaz mit südafrikanischen Gewerkschaften
und der „Control Arms Coalition“ ab, die Lieferung zu verfolgen, regionale Gruppen zu koordinieren und internationale Unterstützung für den gewerkschaftlich organisierten Widerstand einzuholen. Schließlich war man in keinem Hafen bereit, die Waffen zu entladen. China rief das Schiff zurück.

Avaaz richtete überdies ein schnelles Benachrichtigungssystem ein, das weltweit die Mitglieder über bestimmte Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe informierte, was jeweils zu einer Flut von Nachrichten an die simbabwischen Botschaften und Konsulate führte – als Beweis dafür, dass die Welt zusieht.





Nach Mugabes vorgetäuschtem Sieg bei den Stichwahlen im Juni 2008, haben mehr als 2500 afrikanische Avaaz-Mitglieder ihre Regierungen kontaktiert und die Mitgliedsstaaten der afrikanischen Union aufgefordert, Mugabes Regime die Anerkennung zu verweigern. Avaaz verstärkte diese Botschaft mit einer ganzseitigen Anzeige in der Financial Times, die die Staatschefs weltweit dazu aufforderte, Mugabe zu isolieren. Avaaz-Mitglieder aus aller Welt haben dies noch einmal bekräftigt, und ihre Außenminister aufgefordert, die vorgetäuschten Wahlen nicht anzuerkennen und einen echten Dialog zu unterstützen.

Nach Monaten von Gewalt und politischen Unruhen, hat Mugabe schließlich im September 2008 mit Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ein Abkommen zur Machtverteilung unterzeichnet. Im Februar 2009 wurde Tsvangirai als Premierminister vereidigt. Aber Simbabwes Probleme sind noch nicht gelöst, und Avaaz bleibt in Bereitschaft.
 

 
 


NAHRUNG & LANDWIRTSCHAFT

Der UN Generalsekretär Bai Ki-Moon erhält eine Petition von Avaaz bezüglich der Lebensmittelkrise von Sam Sesay, dem Landwirtschaftsminister von Sierra Leone sowie von Ricken Patel, Avaaz.  
Globale Ernährungskrise - Im Hinblick auf die dramatisch steigenden Nahrungsmittelpreise hat die Außenministerin von Sierra Leone, Zainab Bangura, einen Video-Aufruf an die Avaaz-Mitglieder aufgenommen und um Hilfe gebeten, ihre Regierungen zum Handeln zu bewegen. Mehr als 360.000 Mitglieder haben geantwortet und eine Online-Petition unterschrieben, die bei einem Hunger-Dringlichkeitsgipfel in Rom an den UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon übergeben wurde. Die Geberländer beugten sich dem internationalen Druck und sagten Milliarden für Not-Hungerhilfe zu, und leiteten einen Prozess ein, die Agrarpolitik zu überdenken. Mehr als 60.000 Avaaz-Mitglieder sandten außerdem Nachrichten an ihre Regierungen und drangen auf einen Nachhaltigkeits-Standard für Biokraftstoffe, der die Praxis, Nahrungsmittel als Kraftstoff zu verbrennen bzw. die Anbauflächen für Nahrungsmittel für Kraftstoff-Pflanzen zu nutzen, beenden soll. Für diesen Juli haben die G8-Staaten zugesagt, die „Kompatibilität der Politik für eine nachhaltige Produktion und Verwendung von Biokraftstoffen mit Nahrungsmittelsicherheit“ sicherzustellen – aber es ist ein größerer Druck nötig, damit diese Zusage zur Realität wird.

Schweinegrippe und industrielle Tierhaltung - Avaaz brachte eine Herde von 225 Karton-Schweinen zur Weltgesundheitsorganisation, die die 225.000 Unterschriften einer Petition repräsentierten, in der gefordert wurde, einen möglichen Zusammenhang zwischen industrieller Tierhaltung und der Vermehrung des H1N1-Virus aufzuklären. Ein WHO-Wissenschaftler sagte Avaaz, dass Forschung nötig sei – dass die Fleischindustrie-Lobby dies jedoch blockiere, obwohl Bürgergruppen wie Avaaz beständig Druck machten. Klicken Sie hier, um Bilder zu sehen und den Bericht zu lesen.
 


FRIEDEN



















 
Israel und Palästina – Ein friedliche, gerechte Zweistaaten-Lösung in Israel und Palästina – und die Respektierung der Menschenrechte auf beiden Seiten – hat die Unterstützung der Öffentlichkeit und von Avaaz-Mitgliedern in Israel, Palästina und rund um die Welt. Um diese Ziele zu unterstützen, hat Avaaz ausgedehnte lokale, regionale und internationale Anzeigenkampagnen gefahren – beginnend mit dem "Stop the Clash of Civilizations"-Video im März 2007.

Insgesamt wurde das Video, verfügbar in neun verschiedenen Sprachen, mehr als 2,5 Millionen mal angesehen „Stop the Clash“ wurde zuYouTube's Politik-Video des Jahres 2007 gewählt, und weltweit auch im Fernsehen ausgestrahlt.

Siedlungsstop – Im März 2010 brachte der israelische Premierminister Netanyahu die von den USA geleiteten Friedensverhandlungen zum Scheitern, indem er Pläne für weitere Siedlungen im besetzten palästinensischen Gebiet ankündigte. Wir haben reagiert, indem wir die öffentliche Unterstützung einer entschlossenen Haltung gegen den Siedlungsbau und zugunsten einer gerechte Zweistaatenlösung demonstrierten – für den Frieden in Israel und Palästina. Eine Avaaz-Meinungsumfrage und ein phantastisches Video (links) halfen, Präsident Obamas Haltung im Vorfeld eines entscheidenden Treffens der beiden Staatschefs zu stärken.

Als Siedlungsgebäude verkleidet, haben sich Avaaz-Aktivisten in Washington DC versammelt, mit dem ironischen Slogan: "Baut Siedlungen, zerstört den Frieden" und damit ein großes Medieninteresse ausgelöst – in den USA, Russland (Video ansehen) und Deutschland . "Die meisten Amerikaner unterstützen Israel, unterstützen den Frieden und Obama bei seinen Friedensbemühungen in Israel," sagte Avaaz in einem Interview mit dem National Public Radio. "Jedes Mal, wenn eine Siedlung errichtet wird, sinkt die Hoffnung auf Frieden."

Anzeigen für den Frieden - Avaaz-Mitglieder finanzierten innovative Plakat-Kampagnen in Jerusalem, sowie Anzeigenkampagnen in den wichtigsten israelischen und palästinensischen Zeitungen, und haben an die wichtigsten Entscheidungsträger in Israel und aller Welt eine Petition übergeben, in der Friedensverhandlungen, ein Ende der Blockade für humanitäre Hilfe in Gaza und ein Waffenstillstand mit der Hamas gefordert wurde. Avaaz's Waffenstillstands-Anzeigenkampagne wurde in den Monaten, die schließlich zum Waffenstillstand im Gazastreifen am 19. Juni 2008 führten, schätzungsweise von 1 Million Israelis gesehen




Iraq - Die allererste Avaaz-Kampagne im Januar 2007 brachte Flaggen und riesige Banner, die die 87.000 "virtuellen Demonstranten“ gegen eine militärische Eskalation im Irak repräsentierten zu einem friedlichen Protest nach Washington, DC.

Avaaz schaltete auch eine ganzseitige Anzeige gegen die Eskalation in Washington's Kongresszeitung, und entwickelte, in Abstimmung mit lokalen Mitgliedern und internationalen Experten, einen "NEUEN" Plan zur Beendigung des Krieges: Verhandlungen mit allen Beteiligten, mit bevollmächtigten internationalen Mittelsmännern, und den Abzug der US-Truppen innerhalb einer Frist, die den Wünschen des irakischen Volks entspricht. Befürwortet von 150.000 Menschen weltweit, wurde der NEUE Plan im Mai 2007 an die wichtigsten irakischen, regionalen und internationalen Entscheidungsträger übergeben.

Außerdem hat Avaaz mit sunnitischen, schiitischen und kurdischen Parlamentariern zusammengearbeitet, um eine internationale Kampagne zu starten, für das Recht des Irak, selbst über die Zukunft seiner Ölreserven zu bestimmen. - anstatt dem Diktat fremder Regierungen und Unternehmen zu unterliegen.



Verbot von Streumunition - Als sich die Staatschefs der Welt in Dublin, Irland, zu den abschließenden Verhandlungen über ein Verbot von Streumunition trafen, schickte ein Überlebender einer solchen Streubombe, Branislav Kapetanovic, einenVideo-Aufruf an Avaaz-Mitglieder was zu 164.272 E-Mails an Regierungschefs führte, die ein scharfes Verbot forderten, frei von Schlupflöchern und Verzögerungen.

Die Regierung von Finnland, die gegen ein völliges Verbot war, erhielt 50.000 Nachrichten von Avaaz-Mitgliedern – was dort und überall auf der Welt zu einem großen Medieninteresse führte .

Wenn mehr als 100 Nationen ein starkes Abkommen unterzeichnen, so die Befürworter bei den Verhandlungen, dann haben die Avaaz-Mitglieder etwas bewirkt - und die Regierungen müssten sich dem Aufschrei der Bevölkerung beugen. Die Kampagne zur Ratifizierung und Erweiterung des Abkommens wird fortgeführt.
 

 
 

 
 


UND VIELES MEHR





 
Weitere Highlights...
  • Aktion für eine1-Millionen-Unterschriften-Bürgerinitiave in der EU für ein Moratorium und unabhängige Tests und Regulierungen für gentechnisch verändertes Getreide.
  • fast 700.000 US-Dollar an Spenden erhalten für eine intensive, langfristige Kampagne zur Bekämpfung des „Vergewaltigungs-Handels“ - gegen die sexuelle Versklavung von Frauen und Mädchen in aller Welt.
  • Unterstützung einheimischer Gemeinschaften, die Chevrons neuen CEO dazu auffordern, das toxische Vermächtnis seiner Firma im Amazonasgebiet zu beseitigen.
  • Untersützung einer demokratischen Resolution für die Wahlkrise in Kenia im Januar 2008 - Zehntausende von Avaaz-Mitgliedern fordern ihre Außenminister auf, keinen Präsidenten anzuerkennen, bis Kofi Annans Verhandlungen einen akzeptablen Kompromiss schaffen,
  • weltweiter Druck für demokraitsche Rechte in Pakistan während der Krise im November 2007, und eine Anzeigenkampagne in Pakistan, die Präsident Musharraf aufruft, den Notstand zu beenden.
  • ein globaler Aufruf an die Welthandelsorganisation, die Subventionierung der gefährlichen industriellen Überfischung der Meere zu verbieten, bei dem Avaaz-Mitglieder Zehntausende von Nachrichten an ihre Wirtschaftsminister geschickt haben.
  • Bemühungen für mehr Transparenz bei der Wahl des nächsten UN-Menschenrechtskommisars diedurch einen Blog international Schlagzeilen machte, sowie ein fingiertes Stellenangebot in „The Economist“.
  • Petition, Kundgebung und Protest-Video zur Unterstützung von Bemühungen, Paul Wolfowitz nach dem Korruptionsskandal im Mai 2007 seines Amtes bei der Weltbank zu entheben.
  • ein Aufruf an regionale Regierungen, ihre Hilfeleistungen zu erhöhen, um Mexiko zu unterstützen, mit den Auswirkungen der Flut im November 2007 zurechtzukommen.
  • in Zusammenarbeit mit Chatham House, Veranstaltung von David Milibands erster Rede als Außenminister Großbritanniens – und Überbringung von Fragen von Avaaz-Mitgliedern aus aller Welt. (Lesen Sie hier seine Antworten.)
 
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