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Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Bitte setzen Sie sich für ein Verbot von Taubenfallen ein!

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Bitte setzen Sie sich für ein Verbot von Taubenfallen ein!
  
  

 


Weshalb dies wichtig ist

Taubenfallen, auch Fangschläge genannt, sind mehr oder minder kunstvoll ausgerichtete Vorrichtungen, die Tauben in großen Mengen, oft mittels Locktauben und Futter anlocken und einfangen.

Das Wegfangen von Tauben aber verbessert die Existenzbedingungen der Tauben, die nicht eingefangen werden. Überdies sind vermehrte Zuwanderungen von Tauben aus dem Umfeld möglich. Der kostenpflichtige Einfang muss also immer wiederholt werden und trotzdem zeichnet sich für den Auftraggeber kein Ende seiner Problematik ab.

Hinzu kommt, dass auch immer wieder andere Vögel, darunter streng geschützte Arten, in die Fallen geraten und zu Schaden kommen oder sterben können. Dies stellt einen Beifang dar, der gesetzlich verboten ist.

Je nach Fallenbetreiber sind die Tiere oft tagelang sich selbst überlassen, teilweise ohne Futter und Wasser. Es kann durch Beifang, z. B. wie schon vorkommen mit einer Krähe, zu mehr als eklatanten Tierschutzverstößen kommen.

Das Schicksal der eingefangenen Tauben bleibt ungewiss. Allerdings geht die Studie von G. Vater (Bestandsverminderung bei verwilderten Haustauben, Teil 2, Dr. G. Vater, Leipzig) davon aus, dass dem Fang stets die Tötung folgt, auch wenn dies nicht ausdrücklich hervorgehoben wird. Anders lautende Zusagen seien unvernünftig, womöglich sogar betrügerisch.

Taubenfallen sind sinnlose, tierquälerische und für den Betreiber immer sprudelnde Geldquellen!

Um die Taubenbestände in den Städten langfristig sinnvoll zu dezimieren und gleichzeitig etwas für Mensch und Tier zu tun, wurde das sogenannte „Augsburger Modell" entwickelt. Die Tiere werden in betreuten Taubenhäusern angesiedelt, dort artgerecht gefüttert und ihre Eier durch Gips- oder Kunststoffattrappen ersetzt.

Durch die Fütterung im Taubenhaus wird gewährleistet, dass die Tiere nicht mehr gezwungen sind sich ihr Futter in Fußgängerzonen oder bei der Freiluftgastronomie zu suchen. Der Eieraustausch führt mittel- bis langfristig zur Reduzierung der Bestände.

In den Taubenhäusern werden die Tiere beobachtet und tiermedizinisch betreut. Dies führt zu einer Gesundung der Population. Nachweislich halten sich die Tiere bis zu 80 % des Tages in ihrem Taubenhaus (dort verbleibt auch der größte Teil ihres Kots) und damit nicht mehr auf den Straßen auf.

Um die Taubenpopulation nachhaltig einzudämmen ist die Errichtung von Taubenhäusern also eine ethisch vertretbare, effektive und kostengünstige Alternative zu dem Einsetzen von Taubenfallen!

Gepostet Juni 16, 2014
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