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Wir wollen ein neues spekulationsresistentes Geldsystem!

Wir wollen ein neues spekulationsresistentes Geldsystem!
  
  

 


Weshalb dies wichtig ist

Wenn Sie den nebenstehenden Petitionstext lesen, werden Sie möglicherweise zögern, diese Petition zu unterschreiben. Nehmen Sie sich bitte die Zeit und lesen Sie, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen, die nachfolgenden wichtigen Hintergrundinformationen. Ihr Entschluß, die Petition zu unterfertigen, wird Ihnen dann wahrscheinlich leichter fallen.

Der Ende August 2012 im Fernsehen ausgestrahlte Dokumentarfilm Goldman Sachs - eine Bank lenkt die Welt veranschaulicht in beklemmender Weise die Machenschaften der internationalen Finanzwelt am Beispiel der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs. Diese Monsterbank war bzw. ist führend an den globalen Geldspekulationen beteiligt und bisher gelang es keiner der institutionellen Gegenmächte - Regierungen, Gesetzgeber, Justiz - die mächtigste Bank der Welt und das immer mehr ausufernde Spekulationskarussel der Finanzmärkte unter Kontrolle zu bringen.

Faktum ist also: Das internationale Finanzimperium, das keinerlei Autorität mehr anerkennt, entwickelt sich hin zu einer Plutokratie und stellt somit eine ungeheure Gefahr für die Demokratie dar.

Es gibt derzeit keinerlei Anzeichen, dass die Weichen für ein neues, allen Menschen gleichwohl dienendes, spekulationsresistentes Geldsystem gestellt werden. Längst gäbe es Alternativlösungen, doch diese werden von den Kräften, die vom derzeitigen Finanzsystem profitieren, unterdrückt und lächerlich gemacht. Die Bevölkerung wird getäuscht und sie läßt sich auch täuschen. Weder von der Politik noch von den offiziellen Medien kommt die Forderung nach dem notwendigen Paradigmenwechsel, denn zu sehr sind die Schlüsselpositionen der Welt bereits von den Interessen der Geldmacht besetzt. Der vorhin erwähnte Dokumentarfilm Goldman Sachs - eine Bank lenkt die Welt nennt sogar die konkreten Namen.

Der Angelpunkt ist der: Unser Geldsystem ist mit dem "Konstruktionsfehler" Zins und Zinseszins behaftet und bricht zwangsläufig immer wieder zusammen - mit schrecklichen Folgen für die Menschen und für die Wirtschaft. Zudem ist dieser leistungslose Geldvermehrer Zins und Zinseszins Ursache dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinanderklafft und somit eine permanente Vermögensverschiebung zu den bereits Wohlhabendensten vor sich geht.

Es stellt sich also die Frage: Gibt es in unserer Welt eine moralische Institution, die erfolgreich gegen den hemmungslosen Tanz der Finanzakteure um das Goldene Kalb auftreten könnte? Ja, es gäbe sie: Es sind die Religionen und die Kirchen! Es ist eine geschichtliche Tatsache, dass insbesondere die christlichen Kirchen über Jahrhunderte hinweg das Zinsnehmen als "verdammenswerten Wucher" gebrandmarkt und auch sanktioniert haben. Die Industriealisierung im 19. Jh. und der Siegeszug des Kapitalismus veranlasste jedoch zahlreiche katholische Moraltheologen, das Zinsnehmen zu rechtfertigen. Die tragischen Folgen dieses Sinneswandels waren damals nicht vorhersehbar.

Es ist nun äußerst bemerkenswert, dass in vielen Erklärungen der Vollversammlungen der konfessionellen Weltbünde die Kirchen eine "grundlegende Reform des Weltwirtschaftssystems sowie des internationalen Finanzsystems" gefordert haben. In seiner Stellungnahme vom 19. März 2009 zur weltweiten Finanzkrise verurteilt der Ökumenische Rat der Kirchen Österreichs (ÖRKÖ) "den unverantwortlichen Missbrauch von anvertrautem Vermögen" und "die Gier nach Geld um seiner selbst willen" und erinnert an die "biblische Forderung nach einer gerechteren Verteilung von Vermögen und Einkommen".

Unterstützt von dieser Forderung der christlichen Kirchen sind wir aufgerufen, die Realisierung eines neuen Geldsystems zu verlangen, welches dem Wohle aller Menschen dient und nicht vornehmlich nur einer Minderheit. Fordern wir den ÖKUMENISCHEN RAT DER KIRCHEN ÖSTERREICHS in einer Petition auf, er möge das Kirchenoberhaupt bitten, ein "Sozialrundschreiben" zur Frage des Zinsnehmens, wie dies schon mehrmals in der Kirchengeschichte erfolgt ist (z.B. mit der ersten großen Sozialenzyklika "Vix pervenit" von Papst Benedikt XIV. im Jahre 1745), an die Weltöffentlichkeit zu richten.


DAS VERSPRECHEN DER KIRCHEN

In der Erklärung der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen Österreichs vom 19. März 2009 zur weltweiten Finanzkrise heisst es abschließend:

"Die Krise, in der wir uns befinden, ist nicht nur negativ zu sehen, sondern ist auch eine Chance, über eine gerechtere und nachhaltigere Wirtschaftsordnung nachzudenken. Die Kirchen begrüßen alle Anstrengungen zur Aufklärung der Bevölkerung über wirtschaftliche und finanzielle Zusammenhänge (financial literacy), so dass möglichst viele Menschen sich in diese Diskussion einbringen können. Die Kirchen sehen ihre Teilnahme an dieser Diskussion als Auftrag im Dienste am Gemeinwohl der einen Welt".

Hinweis: In dem Buch "Geld regiert die Welt - Wie lange noch? des Autors Johannes Zittmayr werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir konkrete Handlungsschritte setzen können. Es ist ein Aufruf, nicht alles hinzunehmen, was uns von Politikern und den Wirtschaftsmächtigen ständig aufgetischt wird. Es ist ein Plädoyer gegen das Verzweifeln an den derzeit herrschenden Zuständen; nicht nur auf den Finanzmärkten, sondern auch im Bezug auf die gesamte Weltökologie. Wir alle sind aufgerufen, eigene Verantwortung zu übernehmen und uns zu wehren!






Gepostet August 31, 2012
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